0:0 gegen den VfB Stuttgart II : Hansa erkämpft mageren Punkt

Kampf und Krampf: Der FC Hansa strahlte allenfalls nach Ecken oder Freistößen wie hier durch Sebastian Pelzer (2. von rechts) etwas Gefahr aus.  Da staunte selbst Hansa-Stürmer Johan Plat (r.), der selbst ohne eine einzige Torchance blieb. Georg ScharnweberPlat
1 von 3
Kampf und Krampf: Der FC Hansa strahlte allenfalls nach Ecken oder Freistößen wie hier durch Sebastian Pelzer (2. von rechts) etwas Gefahr aus. Da staunte selbst Hansa-Stürmer Johan Plat (r.), der selbst ohne eine einzige Torchance blieb. Georg ScharnweberPlat

Mutlos, kraftlos, ideenlos: Der FC Hansa kam im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II nicht über ein mageres 0:0 hinaus. Damit treten die Nordostdeutschen im Kampf um den Klassenerhalt weiter auf der Stelle.

svz.de von
17. März 2013, 06:11 Uhr

Rostock | Der FC Hansa tritt in der 3. Fußball-Liga auf der Stelle: Nach einer enttäuschenden Heimvorstellung kamen die Rostocker am Sonnabend gegen den VfB Stuttgart II nicht über ein mageres torloses Unentschieden hinaus und stecken damit weiter tief drin im Kampf um den Klassenerhalt.

Anfangsoffensive verpufft schnell

Im Vergleich zum Spiel in Halle (1:3) nahm Trainer Marc Fascher drei Änderungen in der Startelf vor. Kapitän Sebastian Pelzer rückte für den zuletzt schwachen Michael Blum auf seine angestammte Position als Linksverteidiger. Dafür kehrte Matthias Holst in die Innenverteidigung zurück. Im Mittelfeld erhielt Julien Humbert statt des Rot-gesperrten Leonhard Haas eine Chance. Tom Weilandt durfte für Philipp Klement von Beginn an ran, orientierte sich aber neben Stürmer Johan Plat nach vorne. Auf der rechten Seite sollte Collin Quaner für Betrieb sorgen.

Und die neue Formation startete engagiert. Nach einem Freistoß von Nico Zimmermann prüfte der aufgerückte Holst VfB-II-Keeper Weis per Kopfball (9.). Drei Minuten später die gleiche Szene, nur dass Zimmermann von der anderen Seite flankte und Weilandt am langen Pfosten einlaufend den Ball knapp verpasste. Bei der nächsten Aktion setzte Noël Alexandre Mendy mit einem 40-Meter-Vorstoß und gutem Torabschluss das nächste Achtungszeichen (13.), wobei Weis gut parierte.

Doch der Anfangsschwung des FC Hansa ebbte schnell wieder ab. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Der VfB II suchte nur selten den Weg nach vorne und überließ dem Gegner die Initiative. Doch die Hausherren nahmen dieses Angebot nicht an. Viele Fehlpässe, technische Fehler und Missverständnisse prägten ihr Spiel.

Vielmehr wären fast die Gäste wie aus dem Nichts in Führung gegangen. Nach Flanke von Vitzthum stand Gümüs im Strafraum völlig "blank", schoss aber drüber (38.). Auch Quaners Kopfball nach guter Flanke von Pelzer (43.) und Zimmermanns Schuss von der Strafraumgrenze (45.) konnten nicht für eine insgesamt niveauarme erste Halbzeit entschädigen.

Wer auf ein Aufbäumen der Nordostdeutschen im zweiten Abschnitt gehofft hatte, wurde enttäuscht. Im Gegenteil: In das Spiel der Gastgeber zog immer mehr Nervosität ein. Beleg für ihre Verunsicherung: Nach wiederholt gutem Vorstoß passte Mendy auf Weilandt, der jedoch im Strafraum viel zu wenig aus dieser Chance machte und kläglich am Tor vorbeischoss (55.).

Auch die folgenden Minuten riefen bei den 7300 Zuschauern in der DKB-Arena Kopfschütteln hervor. Ideenloser Spielaufbau mit langen Bällen, fehlende Kreativität im Mittelfeld und keine Durchschlagskraft im Angriff machten es den Schwaben leicht, jegliche Vorstöße zu bereinigen. So plätscherte die jetzt grottenschlechte Partie dahin. Auch eine Schlussoffensive blieb durch den seltsam leblos agierenden FC Hansa aus. Zwar zeigten die eingewechselten Sargis Adamyan und Manfred Starke Initiative, blieben aber glücklos wie ihre Mitspieler, die sich mit Schlusspfiff ein Pfeifkonzert anhören mussten.


Trainerurteile
Marc Fascher (FC Hansa): Beide Mannschaften waren bemüht, defensiv gut zu stehen. Uns war anzumerken, dass wir noch mit der Niederlage in Halle zu kämpfen hatten und eine Verunsicherung zu spüren war. Deshalb war es für uns wichtig, dass hinten die Null steht. Der VfB stand in der Defensive sehr diszipliniert, da war es schwer, durchzukombinieren. Es wäre für uns fatal gewesen, wenn wir am Ende alles oder nichts gespielt hätten. So stellt uns das Ergebnis nicht zu 100 Prozent zufrieden.

Jürgen Kramny (VfB Stuttgart II): Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel. Von Anfang an fanden wir die Ordnung auf dem Platz, haben die Räume
gut zugestellt und sogar zwei, drei Möglichkeiten herausgespielt. Auch in der zweiten Halbzeit klappte das defensive Zusammenspiel, arbeiteten wir gut gegen den Ball. Hansa hat mit vielen langen Bällen agiert, aber wir haben nicht die Nerven verloren und bis zum Schluss um den verdienten Punkt gekämpft.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen