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19. November 2017 | 02:28 Uhr

Hansa droht Führungschaos

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2012 | 09:30 Uhr

Rostock | Dem Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock droht das totale Chaos. Gestern lehnte der Aufsichtsrat des Vereins den vom Vorstandsvorsitzenden Bernd Hofmann vorgeschlagenen neuen sportlichen Leiter ab. Den Namen wollte beim Club niemand verraten, auch zu dessen Schutz.

Nach unseren Informationen soll es sich aber um den früheren St.-Pauli- und Erfurt-Manager Stephan Beutel gehandelt haben. Der studierte BWLer war schon von 1994 bis 1998 bereits einmal beim FCH tätig gewesen - als Marketingchef. Seit 2010 fungiert Beutel für eine Spielerrechte-Agentur mit Sitz in London.

Für Hansa Rostock könnte die Absage an den 46-Jährigen dramatische Folgen haben. Denn satzungsgemäß hat Hofmann lediglich zwei Wochen Zeit, einen anderen Kandidaten zu finden. Sonst wäre seine Amtszeit beim FCH beendet und der Club damit führungslos. "Ich bedauere diese Entscheidung, akzeptiere und respektiere sie aber. Ich habe nun 14 Tage Zeit, einen anderen Vorschlag zu machen", so Hofmann.

Der Vorstandsboss wirkte äußerlich gefasster als Aufsichtsratschef Dr. Holger Stein, der mit einer Ablehnung offenbar nicht gerechnet hatte: "Es ist sicherlich kein schönes Ergebnis für den FC Hansa, dass wir so eine Entscheidung haben. Aber auf der anderen Seite verlangt die Satzung demokratische Grundregeln, die müssen wir einhalten. Dementsprechend haben wir es zu akzeptieren."

Dr. Stein wies ebenfalls auf die Zwei-Wochen-Frist hin, geht aber davon aus, dass es zu keiner weiteren Ablehnung kommt. "Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung. Würde ein zweiter Vorschlag abgelehnt werden, könnte das den Vorstand in Gänze in Frage stellen. Aber das ist nicht das Interesse des Aufsichtsrates und schon gar nicht meins. Persönlich kann ich sagen, dass ich keinen Plan B in der Tasche habe und auch keinen brauche. Das klingt jetzt etwas kühn, gleichwohl kann man immer berechtigte Kritik an verschiedenen Tätigkeiten in einem Verein üben. Insgesamt bin ich als Aufsichtsratsvorsitzender mit der Arbeit des Vorstandes sehr zufrieden. Wir haben viele wirtschaftliche und sportliche Probleme hinter uns gebracht und gelöst. So muss es uns auch weiter gelingen, die Kogge zu stabilisieren."

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