zur Navigation springen

Hansa-Coach Marc Fascher: "40 Punkte sollten langen"

vom

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2013 | 07:39 Uhr

Rostock | Marc Fascher ist es in den vergangenen Wochen und Monaten gewohnt, Saisonziele nach unten korrigieren zu müssen. Angesichts einer verheerenden Rückrunde (acht Punkte aus 14 Spielen, insgesamt jetzt 37 Zähler) hat sich der Hansa-Trainer längst vom angestrebten Mittelfeld-Platz verabschiedet und den Kampf um den Klassenerhalt ausgerufen. Jetzt, da nur noch fünf Saisonspiele ausstehen, scheint für den Coach selbst die 45-Punkte-Marke nicht mehr realistisch: "Mein Gefühl sagt mir, dass 40 Zähler langen sollten", sagte Fascher vor dem dritten "Abstiegskrimi" in Folge morgen ab 14 Uhr in der DKB-Arena gegen Borussia Dortmund II.

Anders als vor der letzten Heimpartie gegen Arminia Bielefeld (0:2) verzichtete er auf verbale Weckrufe, formulierte sachlich die Marschroute. "Ein Sieg ist Pflicht. Wir brauchen Punkte. Sollten wir gewinnen, sind wir einen Riesen-Schritt weiter", so der 44-Jährige.

Dazu kündigte Fascher im Vergleich zum Nachholspiel beim SV Babelsberg (1:2) "die eine oder andere Änderung" in der Startelf an. Doch weder im scheinbar neu entfachten Kampf um die Nummer 1 im Tor (Fascher: "Wichtig ist, dass Kevin Müller und Johannes Brinkies wissen, dass sie mein Vertrauen genießen. Ich entscheide aus dem Bauch heraus, wer morgen spielt.") noch in der Frage, wer diesmal die Offensive der Nordostdeutschen ankurbeln soll, ließ sich Fascher in die Karten schauen. Selbst ein Startelf-Comeback des zuletzt zweimal eingewechselten Ondrej Smetana ist völlig offen. "Die Kraft reicht bei ihm noch nicht für 90 Minuten. Jetzt muss ich ausloten, ob er eine Halbzeit durchhält und danach noch 15 Minuten dranhängt."

Hinzu kommt, dass seine Mannschaft weiterhin nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt und sich jedes Pünktchen hin zur angestrebten 40-Punkte-Marke hart erarbeiten muss. "Wenn du in einem solchen Negativlauf drin bist, hängt viel vom Mentalen ab. Fußball ist zu 80 Prozent Kopfsache. Der Wille ist jedenfalls der Mannschaft nicht abzusprechen", sagte der Fußball-Lehrer.

In die selbe Kerbe schlug Keeper Kevin Müller: "Wir müssen im Kopf befreiter werden. Erst in schweren Zeiten zeigt sich der Charakter der Spieler. Da gilt es, eigene Begehrlichkeiten hintenanzustellen. Mit drei Punkten könnten wir einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen." Und endlich auch einmal ein Saisonziel vorzeitig erreichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen