FC Hansa Rostock : Hansa braucht Typen und Führungsspieler

Geht hin, wo es weh tut: Hansas „Abräumer“ im Mittelfeld Ken Leemans (2.v.l.)  – hier im Duell  am Sonntag in Halle gegen den Ex-Hanseaten Maik Wagefeld. Andy Bünning
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Geht hin, wo es weh tut: Hansas „Abräumer“ im Mittelfeld Ken Leemans (2.v.l.) – hier im Duell am Sonntag in Halle gegen den Ex-Hanseaten Maik Wagefeld. Andy Bünning

Gestern wurde der Trainingsplatz des FC Hansa von Eis und Schnee befreit. Damit können sich die Profis auf das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II vorbereiten. Dazu sind mehr denn je Typen und Führungsspieler gefragt.

svz.de von
12. März 2013, 07:56 Uhr

Rostock | "Es gibt nur einen Leader, und das ist der Kapitän", hatte Hansa-Trainer Marc Fascher zu Beginn der Punktspielserie 2013 verkündet. Und Sebastian Pelzer wurde seiner Führungsrolle bislang gerecht. Der 32-Jährige ging sowohl auf seiner angestammten Position als Linksverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld sowie zuletzt in der Innenverteidigung voran und zeigte gute Leistungen. "Mir ist es im Grunde egal, wo ich spiele. Ich versuche immer, meine Leistung zu bringen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft zurück in die Spur finden", ließ der Kapitän jüngst verlauten.

Recht hat er. Bleibt nur die Frage, wer Pelzer in den verbleibenden elf Spielen der 3. Liga unterstützen wird und im Kampf um den Klassenerhalt Verantwortung übernehmen kann? Bis auf Torwart-Routinier Jörg Hahnel, der mit dem FC Hansa in der Saison 2008/09 dem Abstieg aus der 2. Bundesliga entging, besitzt der Rest des Kaders nur wenig Erfahrung im "Klassenkampf". Einzig Ken Leemans ist aus seiner Zeit beim holländischen Erstligisten VV Venlo im Abstiegskampf erprobt: "Ja, ich kenne das und weiß, was man tun muss. Aber ich werde das intern sagen", so der Belgier, der zuletzt mit starken Szenen und dem 1:0-Siegtreffer gegen Burghausen seinen Führungsanspruch im Team untermauerte. "Wir haben gesehen, dass für uns das Wochenende mit den anderen Ergebnissen nicht glücklich verlaufen ist. Wir müssen jetzt weiterarbeiten. Ich bin sicher, dass wir die nötigen Punkte holen werden, aber sie kommen nicht von alleine", meinte der Mittelfeld-Abräumer nach der bitteren 1:3-Niederlage in Halle.

Auch Abwehrchef Matthias Holst, der zuletzt nur zweite Wahl war, hat den Ernst der Lage erkannt. "Mir steht es bis hier", kommentierte der Innenverteidiger die jüngste Auswärtspleite mit der typischen Handbewegung zur Stirn und fügte an: "Ich werde noch ein, zwei Tage brauchen, um diese Niederlage zu verarbeiten. Wir stecken in einer prekären Lage. So viele Spiele sind es nicht mehr bis zum Ende der Saison. Das muss jetzt kacheln", so die Kampfansage von "Holzer". Egal, ob Pelzer, Hahnel, Leemans oder Holst - jetzt sind Typen, jetzt sind Führungspersönlichkeiten beim FC Hansa gefragt!

Dahlmann packt an
Gemeinsam sind wir stark! Diesen Eindruck erweckten dutzende Spieler, Trainer, Funktionäre und Fans des FC Hansa Rostock gestern Nachmittag bei einer gemeinsamen Schneeschiebe-Aktion an der DKB-Arena. Neben Trainer Marc Fascher, seinen Spielern und dem Vorstand Sport Uwe Vester griff auch Vorstandsvorsitzender Michael Dahlmann zur Schaufel und befreite den Trainingsplatz an der Kopernikusstraße von Schnee und Eis. Der Sondereinsatz hatte gleich zwei positive Effekte: Die Profis können heute wie geplant ihre beiden Einheiten (10 Uhr und 14.30 Uhr) absolvieren und der Zusammenhalt wurde beim FC Hansa wieder etwas gestärkt.

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