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21. November 2017 | 09:20 Uhr

Hansa bangt um Lizenz und Spieler

vom

svz.de von
erstellt am 12.Mär.2012 | 08:08 Uhr

Rostock | Die Lage an der Ostsee scheint hoffnungslos. Doch auch nach der jüngsten 1:5-Heimschlappe gegen die Frankfurter Eintracht wehrt sich Zweitliga-Schlusslicht FC Hansa Rostock zumindest verbal gegen jene, für die der zweite Abstieg in die dritte Fußball-Liga in Folge bereits besiegelt ist. "Wir haben am Sonntagabend lange zusammengesessen und wir denken, dass wir noch immer eine realistische Chance auf den Klassenerhalt haben", sagt Hansa-Vorstandschef Bernd Hofmann.

Die Zahl der Pessimisten steigt allerdings selbst unter eingefleischten Fans rasant. Nicht nur sportlich befindet sich der Klub mit zwei Siegen aus 25 Spielen auf Talfahrt. Aufgetürmte Schulden lassen auch den Lizenzerhalt zur Zitterpartie werden. Hofmann hält die Situation trotzdem für "beherrschbar. Die Konkurrenten im unteren Tabellendrittel würden "nicht wegrennen", sagt er. Hansas Rückstand auf das rettende Ufer betrage nach wie vor fünf Punkte. "Jetzt warten wir mal die Spiele beim Karlsruher SC und gegen Aue ab", sagte der Hansa-Boss.

Unterlagen müssen übermorgen beim DFB sein

Bis übermorgen muss er erst einmal die Lizenzunterlagen für die kommende Spielzeit beim DFB einreichen. Bei einem Schuldenstand von rund 16 Millionen Euro alles andere als einfach. Wo die 4,5 Millionen Euro Steuerschulden, die Hansa-Gläubiger bis zum Saisonende gestundet haben, herkommen sollen, steht in den Sternen.

"Wir gehen davon aus, dass wir die Lizenz für die zweite und die dritte Liga unter bestimmten Auflagen bekommen", sagt Optimist Hofmann, fügt aber an: "Die wirtschaftlichen Grundlagen sind in der dritten Liga wesentlich schwieriger darzustellen." Der diesjährige Personaletat von rund fünf Millionen Euro würde sich eine Liga tiefer wohl halbieren. "Wir müssen auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es einen längeren Aufenthalt in der 3. Liga gibt. Denn vielleicht haben wir nicht jedes Mal die Chance, gleich wieder aufzusteigen wie beim letzten Mal", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Ulrich Gienke dem Rundfunksender NDR 1, Radio MV.

Und Manager Stefan Beinlich dürften im Falle eines Abstiegs die Spieler weglaufen. Lediglich sechs Akteure aus dem aktuellen Kader sind vertraglich auch für die dritte Liga gebunden. Die übrigen 22 Spieler hingegen könnten bei einem Abstieg ablösefrei gehen.

Beinlich klopft daher bereits ab, welche Spieler im Fall des Falles bleiben würden. "Natürlich planen wir zweigleisig", sagt der Manager, der "gerne ein gewisses Gerüst von zwölf, dreizehn Spielern" halten möchte.

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