zur Navigation springen
Sportticker

20. November 2017 | 08:56 Uhr

Goltz deutsche Meisterin im Laser

vom

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2010 | 07:26 Uhr

Hamburg | Franziska Goltz vom Schweriner Segler-Verein von 1894 und Philipp Buhl aus Immenstadt/Bayern heißen die neuen Internationalen Deutschen Meister (IDM) der olympischen Bootsklasse Laser Radial bzw. Standard. Sie setzten sich beim entscheidenden Medalrace am Sonntag in Hamburg durch. Vizemeister wurden Simon Grotelüschen (Lübeck) und Lisa Fasselt (Essen). Bronze ging an Malte Kamrath (Berlin) und Anke Helbig (Hamburg) vom veranstaltenden Norddeutsche Regatta Verein (NRV).

Etwas klein und müde sahen die Augen der 55 Lasersegler und -seglerinnen am Morgen des entscheidenden Finaltages aus. Denn die feucht-fröhliche Abschlussparty dauerte bis in die Morgenstunden. Dennoch waren die Aktiven dann bei der Entscheidung hellwach. Dabei kam es sowohl bei den Damen als auch bei den Herren zu regelrechten Final-Krimis, denn vor dem Medalrace der Top 10 lag zum Beispiel nur ein Punkt zwischen der Führenden Lisa Fasselt und ihrer Verfolgerin Franziska Goltz. Dicht dahinter hatte auch Anke Helbig noch Chancen auf den Titel. Helbig gelang ein Start-Ziel-Sieg und sie lag zunächst auf Goldkurs, da sich Fasselt und Goltz am Ende des Feldes wiederfanden. Beide kämpften sich Platz um Platz nach vorne, wobei Goltz auf dem letzten Vorwindgang in sicherer Position lag, bevor eine Yellow-Flag-Strafe sie fast den Titel kostete. In einem Herzschlagfinale kreuzte sie die Ziellinie als Vierte hauchdünn vor Fasselt auf Position sechs. "Die ganze Zeit war es ein Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel. Am Ende stehe ich ganz vorne - ich kanns gar nicht glauben", freute sich die Schwerinerin. Fasselt rutschte als Sechste im Medalrace - zwei Plätze hinter Goltz - auf den Silberrang. Das Medalrace gewann Helbig vor Chris Bauermeister (Yachtclub Wismar).

Bei den Männern gab es sozusagen einen Start-Ziel-Sieg durch Philipp Buhl. Vom ersten Wettfahrttag an führte der 20-jährige Sportsoldat die Ergebnisliste der Standards an. Doch am Finaltag lief zunächst alles für Geburtstagskind Grotelüschen - der in Kiel Medizin Studierende wurde 24. -, der während des gesamten Medalraces in Führung lag, während Buhl nur im Mittelfeld segelte. Buhl kämpfte sich bei traumhaften Segelbedingungen und frischen Winden um zehn bis dreizehn Knoten bis an Position zwei vor, sodass es auf der Zielkreuz zum Showdown um den Titel kam. In einem spannenden Wendeduell gelang es Grotelüschen nicht, einen Gegner zwischen sich und Buhl zu bringen, sodass Buhl mit einem Punkt Vorsprung den Titel gewann. "Ich freue mich sehr und bin wahnsinnig stolz, dass ich gewinnen und die Alster bezwingen konnte. Ich musste hochkonzentriert sein, um das starke Teilnehmerfeld hinter mir zu lassen", strahlte Buhl bei der Siegerehrung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen