Gienapp: "Die Mannschaft wird sich zerreißen"

<strong>Benjamin Meschke</strong> fletscht den Zahnschutz: So wie hier der Kreismitte-Kämpfer will sich heute jeder Spieler beim HC Empor zerreißen, um mit einem Erfolg über Nordhorn-Lingen den Klassenerhalt zu sichern. <foto>Georg Scharnweber</foto>
Benjamin Meschke fletscht den Zahnschutz: So wie hier der Kreismitte-Kämpfer will sich heute jeder Spieler beim HC Empor zerreißen, um mit einem Erfolg über Nordhorn-Lingen den Klassenerhalt zu sichern. Georg Scharnweber

svz.de von
01. Juni 2012, 08:03 Uhr

Rostock | Heute Abend 19.30 Uhr in der Scandlines Arena beim Fernduell-Showdown um die Zweitliga-Zugehörigkeit brauchen die Handballer des HC Empor mindestens einen Punkt, um garantiert in der 2. Liga zu bleiben. Denn es ist davon aus-zugehen, dass Konkurrent Potsdam gegen den ersatzgeschwächten ThSV Eisenach (8.) zwei Punkte holt. Empors Kontrahent ist die HSG Nordhorn-Lingen (9.).

Großer physischer und psychischer Druck

Das Team von HCE-Trainer Norbert Henke steht am 38. und letzten Spieltag unter großem Erfolgsdruck. Physische und psychische Qualitäten werden gleichermaßen gefragt sein. Denn das Abstiegs-Szenario aus dem Jahr 2003 darf sich nicht wiederholen.

Von allen Seiten wird daher ein kühler Kopf gefragt sein. Die erfahrenen Akteure wie Kreso Ivankovic und Michal Bruna müssen das Team führen.

Mit Nordhorn-Lingen kommt eine eingespielte Truppe an die Ostseeküste, die gerade wegen ihrer Negativserie von 0:8 Punkten einen versöhnlichen Saison-abschluss anstrebt. "Die HSG ist vorn von allen Positionen gefährlich, besitzt in der Defensive einen starken Mittelblock", weiß Henke.

Bobby Schagen (211 Tore) und Pavel Mickal (159) machen auf den Außenbahnen viel Musik. Der 2,02-Meter-Mann Toon Leenders am Kreis sowie die Rückraumspieler müssen erst einmal gestoppt werden.

"Das Wichtigste wird eine verbesserte Defensivarbeit sein. Wir müssen hinten einfach kompakt stehen, Nordhorns Spielzüge unterbrechen und nach vorn die Post abgehen lassen", fordert Empor-Kapitän Jens Dethloff. "Jenner" macht zudem auf die Qualitäten von Matthias Struck aufmerksam, mit dem er von 2006 bis 2008 selbst im HCE-Team stand: "Aus dem Spiel heraus ist er mit 186 Treffern der gefährlichste Nordhorner."

Vorbereitet auf den befreit auftrumpfen könnenden Kontrahenten haben sich die Rostocker auch mittels intensiven Videostudiums. "Da kommt einiges auf uns zu", weiß Norbert Henke.

HCE bangt um den Einsatz von Tom Wetzel

Der Handball-Lehrer bangt immer noch um den Einsatz von Tom Wetzel, der seine Oberschenkelzerrung nicht vollständig überwunden hat. Sein Einsatz entscheidet sich erst heute.

"Die Mannschaft wird sich zerreißen. Schließlich geht es bei einigen noch um den Abschluss der Vertragsverhandlungen. Zweitliga-Handball soll es auch in der nächsten Saison mit dem HCE geben", meint der Vereinsvorsitzende Jens Gienapp.


Ausgangslage

Der Blick auf den Stand der 2. Handball-Bundesliga...

16. HC Empor 27:47 Punkte, - 87 Tore
17 VfL Potsdam 25:49 Punkte, - 88 Tore

... zeigt die einzigen beiden Varianten:

• Bei einem Sieg oder Remis hat Rostock den Klassenerhalt sicher.

• Verliert Empor, darf Potsdam nicht gewinnen, weil der 1. VfL dann die bessere Tordifferenz hätte.


Vor dem Anpfiff

Keine offiziellen Informationen zu Zwischenständen der Partie 1. VfL Potsdam gegen ThSV Eisenach wird es während der 60 Minuten geben. Das Geschehen auf dem Parkett der Scandlines Arena soll
unbeeinflusst bleiben.

Während Potsdam, der Konkurrent im Kampf um die Zweitliga-Zugehörigkeit,
unter dem Motto „Das Beste zum Schluss“ unabhängig vom Ausgang das Saison-
ende mit Freibier und einer Grillparty begeht, haben Empors Verantwortliche für heute keine diesbezüglichen Aktivitäten geplant. Doch sicher werden sich der Hallenbetreiber und Hauptsponsor OSPA nicht „lumpen“ lassen, bei Klassenerhalt ein Fässchen für die Fans zu spendieren.

Verabschiedet
aus den Rostocker Reihen werden nach dem Spiel Michal Bruna (zu Pogon Stettin), Rico Göde (DHfK Leipzig) und Krzysztof Gorniak (Laufbahnende).
Sie erhalten Erinnerungsgeschenke.

Die Scandlines Arena ist ausverkauft. „Das ist auch ein Zeichen, dass die Fans uns beim finalen Kampf um den Klassenerhalt unterstützen und im Spieljahr 2012/13 erneut Zweitliga-Handball haben wollen“, so der HCE-Vorstandsvorsitzende Jens Gienapp.


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