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FC Hansa Rostock : Gericht verbietet Demo in Hamburg

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Das Verwaltungsgericht Hamburg hat gestern die geplante Demo von Hansa-Fans verboten. Grund: In der Vergangenheit war es zwischen Hansa-Anhängern und Fans des FC. St. Pauli immer wieder zu Gewaltausbrüchen gekommen.

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2012 | 09:12 Uhr

Hamburg | Das Verwaltungsgericht Hamburg hat gestern die geplante Demonstration von Fußball-Fans des FC Hansa in Hamburg verboten. Die Rostocker hatten angekündigt am Sonntag vom Bahnhof Altona in die Hamburger Innenstadt ziehen und in unmittelbarer Nähe des Millerntor-Stadions demonstrieren zu wollen.

Grund: Die Polizei hatte dem FC St. Pauli untersagt, die vorgesehenen 2500 Karten für das Zweitliga-Spiel am Sonntag um 13.30 Uhr an Gegner Hansa Rostock abzugeben. Gegen die Aussperrung wollten rund 2000 Rostocker protestieren.

Das Gericht verweist in der Urteilsbegründung zwar auf den schweren Eingriff in das Versammlungsrecht der Demo-Veranstalter, betont aber: "Angesichts der gewaltsamen Auseinandersetzungen bei den vorangegangenen Fußballspielen beider Vereine ist bei der Durchführung der Demonstration voraussichtlich mit schwerwiegenden Gefahren für die Individualrechtsgüter Leib, Leben und Gesundheit zu rechnen."

Den Rostockern bleibt noch der Weg vors Oberverwaltungsgericht, um Beschwerde einzureichen. Laut Hamburger Innenbehörde dürfen die Rostocker jedoch eine stationäre Versammlung im Bereich Ernst-Merck-Straße/Glockengießerwall abhalten.

In der Vergangenheit war es zwischen Hansa-Anhängern und Fans des FC. St. Pauli immer wieder zu Gewaltausbrüchen gekommen. Die Kundgebung hätte in Stadionnähe stattfinden sollen. Für Sonntag von 9 bis 20 Uhr ist die Umgebung des Millerntor-Stadions von der Polizei zum Gefahrengebiet erklärt worden. Zudem ist ein massives Aufgebot an Einsatzkräften vor Ort. 2000 Hamburger Ultra-Fans wollen auf ihre Plätze in der Arena verzichten und aus Protest vor dem Stadion stehen. Das birgt weiteres Gefahrenpotenzial.

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