Schweriner schlägt Ex-Europameister : Gerber-Kampf: Sprott greift Ringrichter an

Außer sich vor Wut: Nachdem er seines Erachtens ungerechtfertigt ausgezählt wurde, ging Michael Sprott auf Ringrichter Gerhard Sigl los. dapd
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Außer sich vor Wut: Nachdem er seines Erachtens ungerechtfertigt ausgezählt wurde, ging Michael Sprott auf Ringrichter Gerhard Sigl los. dapd

Boxer Edmund Gerber hat seine makellose Karriere mit einem spektakulären Sieg

fortgesetzt. Er bezwang Michael Sprott durch K.o. Dieser ging dann auf den Ringrichter los.

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16. September 2012, 06:56 Uhr

Bamberg | Beim Boxabend der Berliner Sauerland-Promotion in der mit 3000 Zuschauern proppevollen Bamberger Stechert-Arena hat es am Samstagabend einen außergewöhnlichen Zwischenfall gegeben. Ringrichter Gerhard Sigl aus Österreich wurde von Schwergewichtler Michael Sprott tätlich angegriffen, nachdem der Brite nach einer krachenden Rechten an seinen Kopf zum K.o.-Verlierer des Kampfes gegen den Schweriner Edmund Gerber erklärt worden war.

Sprott war von Sigl nach einem Wirkungstreffer Ende der vierten Runde ausgezählt worden. Der Brite war mit der Entscheidung jedoch nicht einverstanden und attackierte den Referee zunächst verbal, ehe er ihn zu Boden schubste.

Der 37 Jahre alte Profiboxer habe sich umgehend bei allen Beteiligten entschuldigt, teilte die Sauerland-Promotion mit. Dennoch dürfte der ehemalige Commonwealth-Meister nicht um eine Strafe herumkommen.

Der in seinen 20 Kämpfen ungeschlagene Schützling von Trainer Karsten Röwer hingegen hat nunmehr starke 14 seiner 21 Siege durch K.o. errungen und sich in den Ranglisten weiter nach oben gearbeitet. Der 24 Jahre alte Profi ist in Deutschland die Nummer zwei in seinem Limit hinter Ex-Europameister Alexander Dimitrenko (Hamburg). In der von Weltmeister Wladimir Klitschko angeführten Rangliste des Weltverbandes IBF ist der Schweriner mit kasachischen Wurzeln bereits auf Rang sieben notiert.

Hernandez bleibt umstritten Weltmeister

Im Hauptkampf des Abends durfte Yoan Pablo Hernandez seinen WM-Gürtel behalten, der Sieg war allerdings schmeichelhaft. Mit viel Mühe und Glück verteidigte der Profiboxer seinen Titel des Verbandes IBF im Cruisergewicht. Der Wahl-Berliner aus dem Sauerlandstall bezwang Pflichtherausforderer Troy Ross aus Kanada nach zwölf spannenden Runden durch einen schmeichelhaften 3:0-Punktsieg (114:113, 115:112, 116:112).

"Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen", sagte Hernandez-Manager Wilfried Sauerland, der einen Rückkampf für möglich hält: "Aus meiner Sicht müsste es ein Rematch geben, um einen klaren Sieger zu finden."

Für den Exil-Kubaner Hernandez war es der 27. Sieg im 28. Profikampf. Sein Herausforderer musste im 28. Fight die dritte Niederlage hinnehmen. Hernandez hatte dabei insbesondere in der fünften Runde Glück, als er nach einem schweren Treffer zu Boden musste, Ross ihn aber nicht K.o. schlagen konnte.

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