SSC-Volleyballerinnen : Gelungener Start ins neue Jahr

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Alte Stärke im neuen Jahr: Die SSC-Volleyballerinnen gewannen zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde vor 1471 Zuschauern in der Arena das Team von VT Aurubis Hamburg mit 3:1.

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06. Januar 2013, 09:55 Uhr

Schwerin | "Wenn Hamburg unter Druck gerät, bekommen sie Probleme", hatte Schwerins Trainer Teun Buijs schon vor der Partie am Sonnabend gewusst. Genau so kam es. Seine SSC-Volleyballerinnen hatten zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde mit VT Aurubis Hamburg beim 3:1(17, 12, -23, 14)-Erfolg nur im dritten Satz ein paar Schwierigkeiten. "Nach den ersten beiden sehr guten Sätzen haben wir im dritten die Schnelligkeit ein wenig rausgenommen. Danach haben die Mädels das aber wieder schnell korrigiert", meinte Schwerins niederländischer Coach, der den 1471 Zuschauern noch "allen ein schönes neues Jahr" wünschte.

In den ersten beiden Sätzen hatten die Gäste nicht die Spur einer Chance gegen den Bundesliga-Tabellenführer. Gegen die druckvollen Aufschläge der Gastgeber fanden die Hansestädterinnen überhaupt keine Mittel. Und der SSC seinerseits stand in der Annahme sehr souverän, sodass Zuspielerin Denise Hanke keinerlei Probleme hatte und ihre Angreiferinnen ob über Außen, Diagonal oder die Mitte einsetzen konnte. Und wenn Hamburg mal im Angriff durchkam, stand auf SSC-Seite Libero Lisa Thomsen, die einmal mehr in der Feldabwehr so ziemlich alles herausholte, was rauszuholen war.

Apropos Denise Hanke. Die 23-Jährige sprühte nur so vor Spielwitz und ihre Hammeraufschläge sind ja hinlänglich bekannt. Diese bekam auch Aurubis Hamburg zu spüren. "Nisi", wie die Zuspielerin allgemein genannt wird, machte zehn Zähler direkt mit ihrem Aufschlag. Besonders in der Endphase des zweiten Satzes trumpfte die gebürtige Berlinerin mit ihren gewaltigen Aufgaben auf. Beim Stand von 19:15 war Denise Hanke von der Linie wieder an der Reihe und hämmerte den Gästen die Aufschläge nur so um die Ohren. Insgesamt steuerte die Unternehmensmanagement-Studentin 17 Punkte (!) zum Sieg bei. Sie bekam in dieser Phase das Grinsen nicht aus ihrem Gesicht. "Das war schon cool." Hamburgs Trainer Jeane-Pierre Staelens äußerte sich bei der Wahl zur besten SSC-Spielerin wie folgt: "Der SSC hat viele gute Spielerinnen, das ist nicht einfach. Aber die Nummer zehn hat uns heute kaputtgemacht." In der Tat. Sie führte nicht nur klug Regie sie war hinter Lousi Souza Ziegler (23) zweitfleißigste Punktesammelerin auf Schweriner Seite. "Wir nutzen im Moment unsere Form und hoffen, dass es so weitergeht", meinte Denise Hanke, die wie alle Spielerinnen für den dritten Satz eigentlich gar nicht so eine rechte Erklärung finden konnte. "Nach unserem Geschmack hätte der vierte Satz nicht mehr sein müssen. Aber wir haben ein bisschen die Konzentration verloren, waren vielleicht ein wenig müde vom heftigen Training. Aber wir haben das dann wieder sehr gut hinbekommen", sagte Libero Lisa Thomsen.

Für Lousi Souza Ziegler war die Begegnung kein gewöhnliches Spiel, kam sie doch nach drei Jahren in Hamburg zu Saisonbeginn zum SSC zurück. "Es war ein bisschen komisch. Ich kenne ja noch viele Spielerinnen und korrespondiere über Facebook mit ihnen", meinte die Außenangreiferin, die während des Spiels "ein paar Mal lachen musste. Mareike (Hamburgs Zuspielerin Hindriksen - d. A.) hat sich mit mir durchs Netz unterhalten wenn wir vorn standen. Das war schon lustig", erzählte die gebürtige Brasilianerin.

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