Geburtstag in der Ferne

<strong>Leo mit Leo:</strong> Leonhard Haas an einem der beiden Löwen, die den Eingang der Trainingsanlage des FC Hansa in Belek zieren.<foto>Peter richter</foto>
Leo mit Leo: Leonhard Haas an einem der beiden Löwen, die den Eingang der Trainingsanlage des FC Hansa in Belek zieren.Peter richter

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08. Januar 2013, 07:08 Uhr

Belek | Mittelfeldspieler Leonhard Haas wird heute 31. Dass er das Ereignis nicht feiern kann, macht ihm nicht viel aus, da er sich als erfahrener Fußball-Profi eigentlich immer um diese Jahreszeit irgendwo im Trainingslager aufhält: "Da müsste ich wirklich überlegen, wann ich an meinem Geburtstag mal daheim war. Ich habe nicht mitgezählt, aber ich war auf jeden Fall sehr, sehr oft weg."

Seinen Mannschaftskameraden einen auszugeben hat er nicht vor, denn "die kriegen eh alles umsonst" - das Team befindet sich im All-inclusive-Status.

Was Leo Haas allerdings wirklich trifft: Er konnte nicht dabei sein, als sein älterer Sohn David am Montag drei wurde. "Ich habe bereits seine Geburt verpasst. Damals war ich mit Greuther Fürth ebenfalls in Belek. Wir sollten an meinem Geburtstag, also am 9. Januar, in München landen. Das hätte genau gepasst, denn der errechnete Termin war am 10. Aber da war er schon auf der Welt, kam drei Tage früher", erinnert sich der waschechte Bayer. "Ich habe ihn wenigstens angerufen. Mittlerweile legt er das Telefon ja nicht mehr nach zwei Worten wieder weg", lächelt Haas und ergänzt: "Julian, unser Kleiner, ist jetzt eins, macht seine ersten freihändigen Schritte."

So ein bisschen Heimweh nach der Familie klingt da schon durch, aber wie gesagt - er ist Profi, er ist es gewöhnt und im Übrigen fast schon so etwas wie ein Einheimischer: "Siebenmal war ich bestimmt schon allein hier in Belek, das eine oder andere Mal in Spanien."

Leonhard Haas hat von 2005 bis 2007 auch für den heutigen Testspielgegner (Ortszeit 15.30), den aktuell Vorletzten der 1. Bundesliga, FC Augsburg, gekickt. Zum FCA hat der frühere Junioren-Nationalspieler heute nur noch wenig Bezug von damals.

Als Leonhard Haas Ende August 2012 vom Trainer und Manager in Personalunion, Wolfgang Wolf, aus Ingolstadt geholt wurde, konnte er nicht ahnen, dass selbiger nur wenige Tage später nicht mehr verantwortlich sein würde: "Seinerzeit war bei Hansa alles ein bisschen in Aufruhr. Die Entscheidung, nach Rostock zu wechseln, habe ich aber nicht bereut, wenn ich mir die Entwicklung auch anders vorgestellt hätte. Doch das kann sich wieder ändern, indem wir entsprechende Ergebnisse erzielen."

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