Furiose Aufholjagd wird nicht belohnt

Empors Gabor Langhans, Tom Wetzel und Keeper Oliver Schröder (von links) hatten in der Abwehr alle Hände voll zu tun, die Kreise der angriffslustigen Eisenacher einzuengen. Die Gäste besaßen am Ende den längeren Atem. Georg Scharnweber
Empors Gabor Langhans, Tom Wetzel und Keeper Oliver Schröder (von links) hatten in der Abwehr alle Hände voll zu tun, die Kreise der angriffslustigen Eisenacher einzuengen. Die Gäste besaßen am Ende den längeren Atem. Georg Scharnweber

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16. September 2012, 08:42 Uhr

Rostock | Der ThSV Eisenach bleibt in der 2. Handball-Bundesliga weiter ohne Punktverlust. Der HC Empor Rostock konnte denThüringern gestern beim 23:27 (11:15) in der Scandlines Arena nicht den ersten Fleck auf der weißen Weste beibringen. Bereits beim 13:18 (36.) schienen die Hansestädter weg vom Fenster, doch mit einer wahnsinnigen kämpferischen Leistung brachten sie den Kontrahenten mit dem Ausgleich zum 20:20 (45.) ins Wanken. Der K.o.-Schlag fiel aber aus.

Gegen das aggressive Angriffsspiel der Gäste hatte Rastislav Trtik seinen Mannen eine 4-2-Abwehr mit auf den Weg gegeben. Florian Zemlin und Kreso Ivankovic kümmerten sich um die Spielmacher Tomas Sklenak sowie den Isländer Hannes Jon Jonsson. Eine Variante, die über 20 Minuten voll auf ging. Der Gästemotor stotterte, die Hansestädter unterbunden das gegnerische Kombinationsspiel.

Der ThSV Eisenach setzte auf einen früh attackierenden 6-0-Riegel. Mit schnellen Kombinationen versuchten die Rostocker vor 500 Zuschauern den Riegel zu durchbrechen, legten in den ersten 20 Minuten auch eine gute Wurf-

effektivität hin. Lediglich vier von zwölf Angriffen wurden nicht mit einem Torerfolg beendet. Kein Wunder, dass die Gastgeber 6:4 (13.) und 8:6 (18.) führten.

Beim 12:17 scheint die Partie entschieden, aber dann...

Gästetrainer Adalsteinn Eyolffson reagierte. Routinier Musil musste das Gehäuse für den jungen Stanislav Gorobtschuk freimachen. Und der parierte mehrfach in glänzender Manier. Eine Überzahl nutzte Eisenach zum 8:8 (21.) und setzte, als die zweite Garnitur der Einheimischen auf dem Parkett stand, zum Sprung auf 12:9 (25.) an. Das war auch den schlechten Wurfleistungen des HCE zu verdanken. Vor allem Tom Wetzel leistete sich einige Fahrkarten und wurde in der zweiten Halbzeit im Angriff durch Sven Thormann ersetzt.

Mit 12:17 lagen die Einheimischen in der 36. Minute hinten. Nur die kühnsten Optimisten glaubten noch an eine Wende. Dann der rote Karton für Sklenak nach groben Foul an Gruszka, und die Aufholjagd begann - 20:20 (45.) und dann noch einmal 23:23 (52.). Den Sack vermochten die Mannen von Trtik aber nicht zuzubinden. Den besseren Endspurt legten die sich wieder fangenden Thüringer hin.

HC Empor Rostock: Schröder, Kominek - Langhans 6, Höwt, Gruszka 3, Ivankovic 4/2, Thormann 4, Wetzel 1, Sadewasser (nicht eingesetzt), Papadopoulos 2, Wischniewski, Zemlin, Todosijevic

ThSV Eisenach: Musil, Gorobtschuk - Trautvetter, Sklenak 4, Wöhler 2, Jonsson 8, Luther, Kaluzinski 1, Hansen 2, Schiffner 1, Heinemann, Lilienfelds 2, Koloper

Siebenmeter: Rostock 3/2, Eisenach 8/7

Zeitstrafen: Rostock 8, Eisenach 10, inklusive Rote Karte Sklenak (39.)

Schiedsrichter: Dedens/Geckert (Magdeburg)

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