Krombacher Landespokal : FC Hansa nimmt Güstrow sehr ernst

Abwehrchef Matthias Holst (Zweiter von links) und seine Teamkollegen vom FC Hansa (von links: Stephan Gusche, Ondrej Smetana, Michael Blum und Leonhard Haas) nehmen die Pokalhürde Güstrower SC sehr ernst. Georg Scharnweber
Abwehrchef Matthias Holst (Zweiter von links) und seine Teamkollegen vom FC Hansa (von links: Stephan Gusche, Ondrej Smetana, Michael Blum und Leonhard Haas) nehmen die Pokalhürde Güstrower SC sehr ernst. Georg Scharnweber

Die Rostocker wollen sich morgen mit einem Erfolg im Landespokal gegen Güstrow eine Portion Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in der 3. Liga holen.

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06. September 2012, 06:27 Uhr

Rostock | "Die Vorbereitungen sind getroffen. Wir haben alles organisiert. Ich denke, dass alles glatt geht", sagt Ron-Olaf Rebien, Abteilungsleiter Fußball beim Landesligisten Güstrower SC.

Die Barlachstädter sind morgen im Landespokal Gastgeber für den Drittligisten FC Hansa Rostock. Die Ostseestädter müssen im Cup antreten, da sie nicht mehr automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert sind. Dieses Recht besitzen nur die 24 Erst- und Zweitligisten sowie die besten Vier der 3. Liga. Davon ist der FCH momentan als Tabellen-14. weit entfernt. "Für uns ist das natürlich ein ganz wichtiges Spiel. Wir wollen den Wettbewerb gewinnen, damit wir im nächsten Jahr wieder im DFB-Pokal antreten können", erklärt Hansas Abwehrchef Matthias Holst.

Zudem bietet sich für den neuen FCH-Chefcoach Marc Fascher einmal die Gelegenheit, seine Truppe in einem Pflichtspiel genauer unter die Lupe zu nehmen. "Es ist für ihn natürlich gut, dass er die Dinge, die wir im Training üben, im Wettkampf sehen kann", so "Holzer".

Fascher nimmt das Duell beim Letzten der Landesliga Nord sehr ernst. "Das ist kein Test. Es ist ein Pokalspiel und damit ein Pflichtspiel. Dementsprechend werden wir es auch angehen und mit der bestmöglichen Aufstellung antreten. Wir wollen mit einem Sieg Selbstvertrauen für die nächste Aufgabe beim Tabellenführer Heidenheim tanken", erklärt der 44-Jährige, der auf Edisson Jordanov (Bauchmuskelpro-bleme), Patrick Wolf (Knöchelbeschwerden) und Denis Berger (Hexenschuss) verzichten muss. Während Jordanov und Berger eventuell in der nächsten Woche wieder mitmachen könnten, muss Wolf wohl noch ein bisschen länger pausieren. Des Weiteren ist der Einsatz von Johan Plat fraglich, der sich mit Schulterproblemen herumplagt. "Ich werde nur Spieler einsetzen, die gesundheitlich bei 100 Prozent sind. Das sehe ich in den Punktspielen genauso", sagt Fascher.

Torwart- und Kapitänsfrage bei Hansa noch offen

Obwohl der Fußball-Lehrer alles auf den Prüfstand stellt, will er "nicht auf Teufel komm raus alles ändern. Dinge, die ich für gut halte, werden auch so bleiben." Dennoch könnte es auch in der Torwart- sowie Kapitänsfrage Änderungen geben. "Es ist noch zu früh, etwas dazu zu sagen. Ich muss mir erst ein genaues Bild machen", so der Coach.

Während Hansa nach der Demission von Wolfgang Wolf recht schnell einen neuer Trainer fand, befinden sich die Güstrower nach dem Abgang von Jens Dowe noch auf der Suche. Der ehemalige Hansa-Kicker verließ nach nur acht Wochen den GSC und wechselte in die Oberliga zum SV Waren. "Dass dies genau vor diesem Spiel passierte, war für uns natürlich ein großer Schock. Daher haben wir uns jetzt auch erst einmal darauf konzentriert, dass wir die Pokalpartie so gut wie möglich über die Bühne bringen. In der nächsten Woche werden wir uns dann intensiv mit der Trainersuche beschäftigen", so Rebien, der sich trotz alledem auf das Duell freut.

Unterschiedliche Aussagen gebe es nur hinsichtlich der erwarteten Zuschauerzahl. "Wir rechnen mit 1000 bis 1500 Besuchern. Die Fanbetreuung des FC Hansa hat gemeint, dass 2000 bis 2500 Anhänger kommen werden. Mal schauen, wie viele es am Ende werden", sagt der Güstrower Fußballchef.


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