Fascher: "Nur ein Leadertyp, und das ist der Kapitän"

<strong>Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer</strong> brennt nach abgesessener Gelb-Sperre auf seine Punktspiel-Premiere 2013. Gut möglich, dass der 31-Jährige auswärts gegen den Chemnitzer FC im defensiven Mittelfeld auflaufen wird. <foto>Georg Scharnweber</foto>
Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer brennt nach abgesessener Gelb-Sperre auf seine Punktspiel-Premiere 2013. Gut möglich, dass der 31-Jährige auswärts gegen den Chemnitzer FC im defensiven Mittelfeld auflaufen wird. Georg Scharnweber

svz.de von
30. Januar 2013, 08:30 Uhr

Rostock | Neue Rolle für Kapitän Sebastian Pelzer? Im Testspiel am Dienstagabend gegen den SV Waren 09 (3:0) probierte Hansa-Trainer Marc Fascher den 31-Jährigen auf der "Sechs" im defensiven Mittelfeld aus und fand offenbar Gefallen an der Leistung des Routiniers. "Auf dieser Position sind wir nicht so gut besetzt. Deshalb habe ich ,Pelle’ getestet. Er ist durchaus eine Alternative", sagt der 44-Jährige.

Zuletzt gegen Preußen Münster übernahm Julien Humbert die Absicherung, hielt seinem offensiver ausgerichteten Nebenmann Philipp Klement den Rücken frei. Doch der Franzose sah die fünfte gelbe Karte und wird damit am Sonnabend beim Spiel in Chemnitz fehlen. "Wir haben ja nur noch Ken Leemans, und er hat auch schon vier gelbe Karten. Da ist es notwendig, dass man mal über den Tellerrand schaut", so der Fußball-Lehrer, dem zum Beispiel das Duo Leonhard Haas/Philipp Klement zu offensiv ausgerichtet wäre.

Die Überlegung, Pelzer auf die "Sechs" zu stellen, hat aber noch einen weiteren Hintergrund. "Wir brauchen ja nicht drum herum zu reden. Wir haben nur einen Leadertyp, und das ist der Kapitän. Wenn er jetzt im Mittelfeld spielen würde, wäre er theoretisch dichter am Geschehen. Letztlich ist das aber nur ein Mosaikstein, und wir werden nichts über das Knie brechen. Seine etatmäßige Position ist Linksverteidiger", erklärt Marc Fascher.

Den Kapitän selbst ficht die Situation nicht an. Der Trainer habe vor dem Testspiel mit ihm gesprochen und ihm erklärt, was er vorhat. "Danach haben wir bislang noch nicht wieder darüber geredet. Mir ist es im Grunde auch egal, wo ich spiele. In der Hinrunde kam ich ja auch in der Innenverteidigung zum Einsatz", so Sebastian Pelzer.

Der Defensivmann freut sich vielmehr, dass es für ihn endlich losgeht. Immerhin musste er gegen Münster wegen einer Gelb-Sperre zuschauen. Somit ist es für ,Pelle’ wie auch für den Kontrahenten Chemnitzer FC (die Partie in Darmstadt wurde abgesagt) die Premiere 2013. "Ich habe jetzt lange genug pausiert. Es ist schon ein blödes Gefühl, wenn man spielen könnte, es aber aufgrund einer Sperre nicht kann", verriet der Linksfuß, der am Rand des Erzgebirges einen heißen Tanz erwartet: "Das wird ein kampfbetontes Duell. Chemnitz wird alles versuchen, um die Punkte im Heimspiel einzufahren. Aber wir wollen auch etwas mitnehmen und werden dagegenhalten."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen