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Hansas A-Jugend trifft auf Wolfsburg : Familie Kroos weiter auf Titeljagd

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Fußballer Toni Kroos konnte dieses Jahr schon drei Titel feiern. Vater Roland will einen weiteren hinzufügen. Der 53 Jahre alte Trainer trifft am Sonntag mit Hansas A-Jugend auf den VfL Wolfsburg.

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erstellt am 21.Jun.2013 | 07:13 Uhr

Rostock | Dank Filius Toni hat die Fußball-Familie Kroos in diesem Jahr bereits drei Titel gefeiert. Vater Roland will einen weiteren hinzufügen. Der 53 Jahre alte Trainer trifft morgen (13.15/Sport 1) mit Hansas A-Jugend in der heimischen Arena im Finale der deutschen Meisterschaft auf die Talente des VfL Wolfsburg. "Wir sind wieder nur Außenseiter, bisher mit dieser Rolle aber sehr gut umgegangen. Ich hoffe, dass wir das noch einmal hinbekommen. Die Tagesform kann eine entscheidende Rolle spielen. Außerdem ist das alles für uns Zugabe nach einer tollen Saison. Wie schon die Duelle mit Bayern sollen die Jungs auch das Finale und die Stimmung genießen", sagte Roland Kroos vor dem wohl größten Spiel seiner bisherigen Trainerkarriere.

Hätte dem gelernten Instandhaltungsmechaniker jemand vor dem ersten Spieltag ein solches Saisonende vorausgesagt, wäre er belächelt worden. "Wir wollten nur so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenverbleib sichern", beschrieb der seit 2002 in Hansa-Diensten stehende Fußball-Fachmann den Anspruch aus dem Sommer 2012. Bescheidenheit pur. Aus gutem Grund. Der Großteil der Jungs, die jetzt im Finale stehen, war vor zwei Jahren aus der B-Jugend-Bundesliga abgestiegen.

Aber das Negativerlebnis schweißte das Team zusammen. "Die Mannschaft hat eine Rieseneinstellung. Nur mit Glück kann man das nicht erreichen", sagt Kroos. Zudem haben er und das Trainerteam wohl die richtige Ansprache gefunden und die passenden Mittel, um aus den Talenten ihr Potenzial herauszukitzeln. So wie einst in Greifswald, als Vater Roland den Söhnen das Fußball-Einmaleins beibrachte. Mit durchschlagendem Erfolg. Toni (23) ist mit den Bayern in diesem Jahr Triple-Sieger und eine feste Größe in der Nationalelf, Felix (22) hat es bei Werder Bremen auch in die Bundesliga geschafft.

Davon ist Hansas jetziger Jahrgang weit entfernt. Lediglich Torjäger Nils Quaschner schnupperte bereits bei den Drittliga-Profis rein, Torhüter Fabian Künnemann und Kapitän Robin Krauße sollen das in der neuen Saison tun. Für die meisten wird das Meisterschaftsfinale das Größte ihrer sportlichen Karriere werden. Das wollen sie auskosten. Bis zur Neige. "Das ist einfach nur geil. Wir haben schon soviel erreicht. Nun wollen wir auch noch die Rechnung mit Wolfsburg begleichen", sagt U19-Nationalspieler Quaschner angesichts der beiden Liga-Schlappen mit 1:4 und 1:5. Der gebürtige Stralsunder und seine Kameraden dürfen sich auf starken Rückhalt freuen. Hansa-Land dürstet nach der Seuchensaison der Drittliga-Profis nach einem guten Kick. Immerhin 8000 Anhänger verfolgten schon am vergangenen Montagabend den Finaleinzug gegen die Talente des FC Bayern München, morgen dürften es noch mehr werden. "Es ist sensationell, eine solche Unterstützung zu haben", sagt Vater Kroos.

Sohn Toni hatte die vor acht Jahren nicht. Lediglich 3723 Zuschauer wollten am 3. Juli 2005, als die DKB-Arena noch Ostseestadion hieß, das Finale um die deutsche B-Jugendmeisterschaft zwischen Hansa und Hertha BSC sehen. Die Rückendeckung reichte nicht. Hansa verlor mit 0:2.

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