zur Navigation springen

SSC gewinnt auch in Münster : "Es war ein schwer erkämpfter Sieg"

vom

Der Schweriner SC hat auf dem Weg zur Titelverteidigung eine weitere Hürde genommen. Die Mecklenburgerinnen gewannen beim USC Münster mit 3:1. Lisa Thomsen feierte ein freudiges Wiedersehen in der alten Heimat.

svz.de von
erstellt am 16.Dez.2012 | 07:52 Uhr

Münster | Nach der 1:3 (20:25, 23:25, 25:20, 18:25)-Niederlage gegen den Schweriner SC betonte Axel Büring, „dass ich lieber gewinne, als dass ich verliere. Gleichwohl muss ich die Leistung der Mannschaft bewerten.

Und die war in Ordnung“, erläuterte der USC-Trainer gestern nach 111 nervenaufreibenden Minuten. „Ein Schritt in die richtige Richtung“, so Büring, war der Auftritt nach zuletzt durchwachsenen Leistungen in jedem Fall. Auch wenn die Belohnung ausblieb. Vor allem deshalb, weil der Schweriner SC mit einer Leistung aufwartete, die eines Champions würdig war. Denn als sich der USC im zweiten Satz anschickte, das Spiel in seine Richtung zu drehen, bündelten die Gäste die Kräfte und behaupteten sich gegen sämtliche Widerstände. „Es war ein schwer erkämpfter Sieg“, räumte SSC-Coach Teun Buijs denn auch ein.

Der USC benötigte einige Zeit, um gegen selbstbewusst und zielstrebig auftrumpfende Schwerinerinnen ins Spiel zu finden. Im ersten und zweiten Satz gelang es den Unabhängigen zwischenzeitlich, einen Rückstand zu egalisieren. Doch zu einem Satzgewinn reichte es in den ersten beiden Durchgängen nicht. „Hätten wir den ersten oder zweiten gewonnen, hätten wir wohl länger auf Augenhöhe mitgespielt“, befand Büring.
Freilich sprach es für die Klasse des deutschen Meisters, dass er in den entscheidenden Phasen die passenden Antworten parat hatte. Mit einem sicheren Block und einer stabilen Feldabwehr legte Schwerin die Basis. „Gegen Münsters schnellen Angriff müssen wir in der Block- und Feldabwehr sehr gut stehen“, hatte Schwerins Coach Buijs im Vorfeld ausgemacht. Und seine Spielerinnen setzten das bestens um. Hinzu kam, dass SSC-Zuspielerin Denise Hanke ihre Teamgefährtinnen im Angriff, allen voran Außenangreiferin Louisiane Sousa Ziegler, perfekt in Szene setzte.

Gleichwohl fand der USC Mittel, um dem meisterlichen Ensemble Paroli zu bieten. Auch deshalb, weil das Spiel der Unabhängigen nicht nur auf die Außen- und Diagonalangreiferin Hana Cutura und Lonneke Sloet¬jes zugeschnitten war. „Es ist uns gelungen, mehr Entlastung über Schnellangriffe zu bringen“, erläuterte Büring. Und lobte Mittelblockerin Ashley Benson, deren Quote im Angriff bei bemerkenswerten 70 Prozent lag. „Wir haben in unserem Spiel Veränderungen herbeigeführt. Es wird noch dauern, bis ein Rädchen ins andere greift. Aber wir sind auf gutem Weg“, sagte die US-Amerikanerin. Denise Hanke räumte ein, „dass wir einige Probleme hatten, unser Spiel durchzubringen. Erst am Ende haben wir das geschafft.“

USC-Mannschaftsführerin Andrea Berg war grundsätzlich zufrieden. „Auch wenn sich die eine oder andere Unsicherheit eingeschlichen hat. Daran müssen wir arbeiten“, sagte die 31-Jährige. Allerdings müsse das kommende Heimspiel gegen Aurubis Hamburg gewonnen werden.

Derweil feierte Lisa Thomsen ein freudiges Wiedersehen in der alten Heimat. Der SSC-Libero, zwischen 2006 und 2009 in Diensten des USC, befürchtet nicht, dass angesichts der Dreifach-Belastung in Meisterschaft, Pokal und Champions League ein Kräfteverschleiß zu befürchten sei: „Das gibt uns Motivation und Energie. Die Champions League liefert uns die Spiele, von denen man als Sportler ein Leben lang zehrt.“

Viel Zeit zum Erholen haben die Spielerinnen des deutschen Doublegwinners nicht. Am Mittwoch steht schon das nächste Bundesliga-Heimspiel gegen die Black Ladies von der Alemannia Aachen an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen