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21. September 2017 | 23:28 Uhr

Erstliga-Debüt mit Wolfgang Stark

vom

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2010 | 07:51 Uhr

Rostock | Nach über 20 Jahren - seit dem 1:0 (Tor durch Hilmar Weilandt) bei der ASG Vorwärts Hagenow in der 1. Runde des FDGB-Pokals am 26. August 1989 - kommt es am Sonnabend wieder zu einem Landesderby mit dem FC Hansa Rostock. In der 2. Runde des Krombacher-Cups trifft der Fußball-Drittligist im Schweriner Stadion am Lambrechtsgrund auf den West-Landesligisten Neumühler SV (Anstoß 14 Uhr). Während die Aufstellungen beider Teams noch bis eine Stunde vor dem Anpfiff geheim sind, steht bereits fest, wer die Partie leiten wird. Die Wahl des Schiedsrichter-Ansetzers des Landesfußball-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern, Uwe Hyllus (Wismar), fiel auf Marcel Bartsch (Neustadt-Glewe) sowie den Assistenten Marco Semrau (Goldenstädt) und Andreas Schug (Neu Zachun).

Bartsch wurde in der vergangenen Spielzeit vom Nordostdeutschen Fußball-Verband als bester Schiedsrichter ausgezeichnet. Der 32-Jährige ist derzeit als Referee bis zur Oberliga eingestuft, als Assistent jedoch bis zur 1. Bundesliga. "Ich hatte im Sommer die Wahl, ob alles beim alten bleibt, oder ich die Assistenten-Laufbahn einschlage. Da ich für mich persönlich bessere Chancen als Assistent sah, entschloss ich mich dazu", so der gebürtige Sachse (Oschatz): "Ich habe noch zwei Geschwister, die haben dort unten schlecht Luft bekommen. Daher haben die Ärzte meinen Eltern geraten, hier nach oben zu ziehen. So sind wir 1989 nach Marnitz gekommen."

An der Seitenlinie hat er mittlerweile beachtliche Erfolge vorzuweisen. Vor anderthalb Wochen gab er bei der Partie FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund sein Debüt in der 1. Bundesliga. "Natürlich war ich aufgeregt, wie aber eigentlich vor jedem Einsatz. Das gehört für mich dazu. Mein erstes Bundesligaspiel war aber schon etwas ganz Besonders und zudem noch an der Seite von unserem WM-Schiedsrichter Wolfgang Stark", so Marcel Bartsch

Auch im Unterhaus war er in dieser Saison bereits zweimal im Einsatz, dort im Übrigen an der Seite des Bremers Peter Gagelmann (136 Erst- und 105 Zweitliga-Einsätze) sowie dreimal in der 3. Liga.

Im Grunde gibt es in der Schiedsrichter-Gilde oft feste Gespanne. Doch Marcel Bartsch ist ein so genannter Springer, wie er es erklärt: "Ich bin der einzige in der 1. Bundesliga. Wenn sich jemand verletzt oder beispielsweise als vierter Offizieller gerade bei einem Verein war und schon wieder für diesen eingeteilt wurde, wird getauscht. Dann komme ich zum Einsatz."

Partien mit Hansa hat er schon einige mitgemacht. Doch waren es bislang nur Freundschaftsspiele. Am Sonnabend ist das anders. "Ich werde die Partie ganz normal angehen, wie sonst auch. Man muss von Beginn an eben hochkonzentriert sein, weil sofort etwas passieren kann. In den Testduellen ist es meist so, dass man sie vernünftig und ohne Platzverweis über die Bühne bringen will", berichtet Marcel Bartsch, der auch ein bisschen stolz ist, dass er diese Begegnung pfeifen darf.

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