Erste namhafte Verstärkung für Post

Neuzugang Stefan Pries (M.) mit Post-Geschäftsführer Norbert Henke (l.) und Trainer Dirk Beuchler (r.) und . Dietmar Albrecht
Neuzugang Stefan Pries (M.) mit Post-Geschäftsführer Norbert Henke (l.) und Trainer Dirk Beuchler (r.) und . Dietmar Albrecht

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25. November 2009, 11:58 Uhr

Schwerin | Handball-Zweitligist SV Post Schwerin hat auf seine noch lang anhaltende Verletztenmisere reagiert und Stefan Pries vom Liga-Rivalen Ahlener SG bis zum 30. Juni 2011 verpflichtet. Der 27-Jährige ist sofort spielberechtigt und wird bereits heute um 19 Uhr in der Sport- und Kongresshalle im Punktspiel gegen den VfL Edewecht mit der Rückennummer 5 sein Debüt für die Mecklenburger geben.

"Stefan Pries ist eine perfekte Verstärkung, weil er sowohl im Angriff als auch in der Abwehr Akzente setzen kann", beurteilt Trainer Dirk Beuchler seinen Neuling. "Er passt von seiner Spielanlage ideal ins Team und wird uns neue Optionen für unser Spielsystem eröffnen." Der 1,88 m große und 87 kg schwere Allrounder soll nach Beuchlers Vorstellungen eine zentrale Rolle in der Abwehr übernehmen und in der Offensive das Spiel führen. Zudem ist sein Einsatz auf beiden Halbpositionen im Rückraum möglich.

Den Deal perfekt gemacht hat Post-Geschäftsführer Norbert Henke. "Am Montag ist der Vertrag in Ahlen aufgelöst und heute die Spielgenehmigung bei der HBL eingereicht worden. Nun erwarten wir von dort die Spielberechtigung", beschrieb Henke die Formalitäten im Zeitraffer. Das war im Rahmen einer Pressekonferenz gestern Mittag. Und schon zwei Stunden später lag die Zusage vor. Bei dem Wechsel profitierten die Post-Handballer natürlich auch von der nach dieser Saison geplanten Fusion zwischen der Ahlener SG und dem ASV Hamm. "Es wäre sonst sehr schwer gewesen, einen Ahlener Führungsspieler aus dem laufenden Vertrag heraus zu holen", gibt der Post-Manager zu.

Für den aus Elmshorn stammenden Stefan Pries kam das Angebot aus Schwerin daher gerade zum rechten Zeitpunkt. "Hier habe ich im Gegensatz zu meinem alten Verein Planungssicherheit. Außerdem ist der SV Post Schwerin ein Traditionsverein mit einer tollen Mannschaft, die noch sehr viel erreichen kann", äußerte Pries bei seiner Präsentation. Er machte kein Hehl daraus, noch einmal in der 1. Liga spielen zu wollen. Das war bereits in der Saison 2004/05 der Fall, als Pries für die SG Flensburg-Handewitt gar in der Champions League mitwirken durfte. Seine weiteren Stationen waren der TV Emsdetten (2005-2007) und danach eben Ahlen.

Privat ist der Student für Lehramt (Sport, Bio, Mathe) mit Freundin Bente

Bülau liiert, die beim Frauen-Zweitligisten SC Greven 09 auf Torejagd geht. Seine Schwester Stefanie ist im Übrigen die Ehefrau von Ex-Post-Akteur Stefan Schröder (jetzt HSV).

Bei der Finanzierung des Pries-Kontraktes hat Henke keinerlei Bauchschmerzen. "Ein ungenannt bleibender Sponsor wird das außerhalb unseres Etats übernehmen." Auch deshalb bleibt für weitere Neuverpflichtungen noch ein wenig "Luft". Das könnte nach Aussagen von Henke "wahrscheinlich in den nächsten drei bis vier Wochen so weit sein".

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