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Schweriner Ingo und Silke Kaldarasch gewinnen ersten DM-Lauf in Kallinchen : Erfolg bei German Offroad Masters

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Auf dem sieben Kilometer langen Offroad-Rundkurs im Teltow-Fläming-Ring in Kallinchen bei Zossen mit Sandpisten, Waldwegen, Auf- und Ab-Bergpassagen kämpften 43 Teams um Meisterschaftspunkte und den Sieg.

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erstellt am 08.Jun.2011 | 07:13 Uhr

Kallinchen | Auf dem sieben Kilometer langen Offroad-Rundkurs im Teltow-Fläming-Ring in Kallinchen bei Zossen mit Sandpisten, Waldwegen, Auf- und Ab-Bergpassagen kämpften 43 Teams in der Klasse der seriennahen Geländewagen T2 und der bis zu 500 PS starken Boliden der offenen T1 Klasse um Meisterschaftspunkte und den Sieg. Die German Offroad Masters (GORM) hat seit 2008 das Prädikat "Deutsche DMV Rallye Raid Meisterschaft". Der Teltow-Fläming-Ring umfasst ein 300 Hektar großes Gelände, zu DDR-Zeiten eine Test- und Übungsstrecke zur Personenschutz-Ausbildung des MfS. Seit 1997 privatisiert, ist er heute Austragungsort der verschiedensten Events.

Nach dem Prolog am "Herrentag" - hier wurde die Startreihenfolge ermittelt - folgten zwei Dreieinhalb-Stunden-Rennen am Freitag und Sonnabend. Die Entscheidung fiel dann am Sonntag in einem Ein-Stunden-Rennen. Dazwischen waren mehrere Geschicklichkeitsparcours zu absolvieren.

Mit Startplatz 3 nach dem Prolog waren Ingo und Silke Kaldarasch zufrieden. Ingo Kaldarasch: "Wären wir nicht auf einen langsameren Teilnehmer aufgelaufen, hätte es für Platz 2 gereicht." Freitag hatte das Team Kaldrasch vormittags zwei Trialsektionen zu absolvieren. Es wurde ein guter Auftakt für Ingo und Silke Kaldarasch in ihrem Mercedes Lenncon.

Nachmittags dann das erste Dreieinhalb-Stunden-Rennen. Am Start verlor Ingo Kaldarasch einen Platz, im weiteren Verlauf fielen mit Oliver Koepp (München) und Jörg Grünberg (Pressing) zwei favorisierte Mitwettbewerber aus. Platz 2 hinter dem amtierenden deutschen Meister Frank Stensky (Mühlhausen), doch dann eine Schrecksekunde für Ingo Kaldarasch. In einer Bergab-Passage lag kopfüber ein Geländewagen. Fahrer Andreas Lübcke (Team G-pro) hatte am Steilhang sein Lenkrad verrissen, kippte auf das Dach und wurde von einem Baum aufgefangen. Erster folgender Teilnehmer war Ingo Kaldarasch. "Ich bot meine Hilfe an, aber Andreas Lübcke winkte ab. Dann wollten wir am Havaristen vorbeifahren, doch ein längs liegender Baumstamm lenkte uns zum nächsten Baum - und wir hingen nun ebenfalls im Hang am Baum." Beide Autos wurden nur leicht lädiert, keiner wurde verletzt. Das Rennen selbst wurde für ca. 45 Minuten unterbrochen, es folgte ein Neustart, die Fahrzeit wurde entsprechend verlängert. Ingo Kaldarasch festigte Platz 2.

Am Sonnabend wurde das Rennen auf zweiunddreiviertel Stunden verkürzt. Ingo Kaldarasch vor dem Start: "Wir fahren ,touristisch, wollen den 2. Platz halten - hoffentlich hält unser Auto." Stoßdämpfer und Getriebeprobleme machten dem Schweriner Offroadteam Sorgen. Das Auto hielt und Ingo Kaldarasch fuhr dank des Ausfalls des führenden Frank Stensky sogar auf Platz 1 vor. Den Sieg ließen sich Ingo und Silke Kaldarasch dann auch am Sonntag im abschließenden Ein-Stunden-Rennen nicht mehr nehmen.

Nächster Lauf und gleichzeitig Saisonhöhepunkt ist das 24-Stunden-Rennen am 19./20. August 2011 in Schwerin.

Ergebnis: 1. Ingo Kaldarasch, Schwerin, Pure Racing Team, G-Raid Lennson, 8:20:27 h; 2. Nico Rissel, Leipzig, 4x4 Team, G-Wart Mercedes, 10:12:15; 3. Gunther Heupel, Siegen, Toyota Land Cruiser, 10:43:40; 4. Frank Stensky, Mühlhausen, 4x4 Haltlos, Lennson Mercedes, 13:11:59; 5. Mike Schütte, Treuenbritzen, S+S, Mercedes 280E, 18:16:36.

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