Bergring-Triumphator will Titel Nr. 8 : Enrico Janoschka ist noch nicht satt

Die strahlenden Sieger nach dem Pokal-Rennen 2009: Enrico Janoschka (M.) mit Tochter Jona (damals zwei Jahre alt), der Zweitplatzierte Dennis Stübe (l.) und der Drittplatzierte Dirk Fabriek aus den Niederlanden.  Udo Zander
Die strahlenden Sieger nach dem Pokal-Rennen 2009: Enrico Janoschka (M.) mit Tochter Jona (damals zwei Jahre alt), der Zweitplatzierte Dennis Stübe (l.) und der Drittplatzierte Dirk Fabriek aus den Niederlanden. Udo Zander

Sieben Mal stand der gebürtige Güstrower Enrico Janoschka auf dem Teterower Bergring am Pfingstwochenende bei den wichtigsten Prädikaten ganz oben auf dem Treppchen. Dieses Jahr soll ein weiterer Titel dazukommen.

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24. Mai 2012, 07:51 Uhr

Teterow/Güstrow | Sieben Mal stand der gebürtige Güstrower Enrico Janoschka seit 2006 auf dem Teterower Bergring am Pfingstwochenende bei den wichtigsten Prädikaten ganz oben auf dem Treppchen: Es begann mit dem damals letztmalig bei dieser Veranstaltung vergebenen ADMV-Goldhelm und dem ersten Pokalsieg. Es folgten zwei weitere Cup-Erfolge, nach denen der heute 36-Jährige den Wanderpokal endgültig behalten durfte, sowie drei Siege im Goldhelm-Nachfolger "Grünes Band". Nur im vergangenen Jahr ging Janoschka leer aus: Im "Grünen Band" belegte er Platz zwei hinter seinem Teterower Clubkameraden Enrico Hoth, im Pokal musste er seinem Trainingskameraden Daniel Rath den Vortritt lassen. "Ich gehe schon davon aus, dass in diesem Jahr noch etwas dazukommt", beschreibt der selbständige Fuhrunternehmer mit Wohnsitz vor den Toren Rostocks seine Zielsetzung für die 92. Auflage des Rennens auf der mit 1877 Metern Länge größten, schönsten - aber wohl auch gefährlichsten Grasbahn der Welt.

Allerdings sind die Vorbedingungen - anders als in früheren Jahren - nicht unbedingt ideal. Die eigene Firma und nicht zuletzt Ehefrau Jenny ( "Ich mache immer drei Kreuze, wenn dieses schlimmste Rennen der Saison vorbei ist!", meinte sie am Pfingstsonntag 2008.), Tochter Jona und Sohn Jannick fordern ihr Recht, sodass Enrico Janoschka sein sportliches Engagement langsam, aber sicher deutlich zurückschraubt: Der Start auf dem Bergring wird erst sein viertes Rennen in diesem Jahr. Der Optimismus hat dennoch seinen guten Grund: "Wenn ich nicht sicher wäre, dass ich vorne mitfahren kann, würde ich nicht antreten. Ich bin schon so lange auf dem Bergring dabei… Im vergangenen Jahr hatte ich im Finale einen schlechten Tag und bin Zweiter geworden. Warum soll ich nicht diesmal einen guten Start haben? Wenn die anderen mich erst einmal überholen müssen, wird es für die schwerer!"

Dennoch gilt es, den schmalen Grat zwischen übermäßigem Sicherheitsdenken und zu riskanter Fahrweise zu finden - spätestens der tödliche Unfall des Briten Vincent Kinchin beim Bergringrennen 2010 ist da Mahnung genug. "Ich weiß, was ich mir zutrauen kann", schätzt Enrico Janoschka ein. Und das sollte ihm helfen, um sich gegen die "sechs bis acht Leute, die da gewinnen können", durchzusetzen.

Pokalverteidiger Rath kommt vom Hindukusch

Einer davon sollte Daniel Rath sein - obwohl auch er in diesem Jahr ein klares Handicap hat. Der Pokal-Titelverteidiger hat mit rund 5000 Kilometern die mit Abstand weiteste Anreise, da er derzeit am Bundeswehreinsatz in Afghanistan teilnimmt und eigens für den Bergring "eingeflogen" wurde. Gleich nach Pfingsten geht es für ihn wieder retour an den Hindukusch.

In den Starterlisten findet sich einer der ganz großen Namen der Teterower Veranstaltung: Die englische Familie Banks meldet sich zurück. Nach Großvater Monty, der in den 60er Jahren für Schlagzeilen sorgte, und Vater Trevor, der sich um die Jahrtausendwende prickelnde Zweikämpfe mit den Bergring-Dominatoren Simon Wigg und Kelvin Tatum lieferte, ist diesmal der 21-jährige Harvie Banks am Start. Allerdings tritt der Junior bei den Crossern an und möchte sich vorrangig mit der Strecke vertraut machen. Künftige Starts auf den Bahnsportmaschinen sind allerdings nicht ausgeschlossen.

Banks Junior muss sich härtester und vor allem erfahrener Konkurrenz erwehren. Allen voran sei der Schweriner Guido Skoppek genannt, der sich bereits sechs Mal in die Teterower Siegerliste eintragen konnte.

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