Hansa Rostock holt beim Karlsruher SC einen Punkt : Endlich ist der Klassenerhalt perfekt

Glückwunsch zum zehnten Saisontor: Michael Blum gratuliert Johan Plat zu seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 beim 1:1 in Karlsruhe (rechts Dennis Kempe). Eibner-Pressefoto
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Glückwunsch zum zehnten Saisontor: Michael Blum gratuliert Johan Plat zu seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 beim 1:1 in Karlsruhe (rechts Dennis Kempe). Eibner-Pressefoto

Das Zittern hat ein Ende! Mit dem 1:1 beim Tabellenführer Karlsruher SC hat Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock aus eigener Kraft den Klassenerhalt klar gemacht. Dem KSC reichte der Punkt zum Aufstieg in die 2. Liga.

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12. Mai 2013, 06:06 Uhr

karlsruhe | Dass Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock trotz - nett formuliert - enttäuschender Saison gerade auswärts mit den Top-Teams der Liga liegen mithalten kann, hat die Truppe bereits in Heidenheim, Bielefeld (jeweils 1:0) und auch Osnabrück - unglückliches 2:3 in der Nachspielzeit nach 2:0-Führung - bewiesen. Auch am Sonnabend bei Tabellenführer Karlsruhe sahen die Norddeutschen vor 26 175 Zuschauer im Wildparkstadion lange Zeit wie der Sieger aus. Am Ende trennten sich beide Teams 1:1. Für den KSC bedeutete dies die Rückkehr in die Zweitklassigkeit. Hansa hat dagegen den Klassenerhalt endgültig sicher.

Grupe ersetzt den verletzten Leemans

Gegenüber dem 2:2 gegen Offenbach gab es eine Veränderung in der Start-Elf der Rostocker. Tommy Grupe ersetzte den verletzten Ken Leemans (Schien- und Wadenbeinbruch) auf den "Sechs" im defensiven Mittelfeld.

"Wir haben gut in die Zweikämpfe gefunden und die ersten 20 Minuten das Spiel kontrolliert", sagte Hansas Tom Weilandt, der bei Kontrahent KSC auf der Liste stehen soll. "Noch ist alles offen. Es hat auch schon ein Gespräch mit Hansa gegeben und weitere werden folgen", ließ sich der Mittelfeldmann im Bezug auf seine persönliche nicht in die Karten schauen.

Weilandt initiiert die Führung in Karlsruhe. Seinen Pass nimmt Manfred Strake auf und befördert die Kugel aus knapp 22 Metern auf den Kasten der Gastgeber. Keeper Orlishausen lässt abklatschen. Johan Plat ist zur Stelle und trifft für Hansa zum 1:0 (18.).

Der Wildpark, komplett auf eine Aufstiegsfeier eingestellt, war ruhig. Die Hausherren erholten sich nur langsam von diesem Schock. Mauersberger per Kopf (23./Zolinski rettet auf der Linie) sowie van der Biezen (37./drüber) kamen einem Ausgleich noch am Dichtesten. Zudem sorgten die gefährlichen Standards von Calahnoglu und Alibaz zumindest stets für Unbehagen auf Rostocker Seite. "Das sind schon teilweise Brandbomben, die das in den Strafraum fliegen. Aber wir haben es ganz gut verteidigt", so FCH-Trainer Marc Fascher.

Zudem zeigte sich Keeper Kevin Müller auf der Höhe: "Die beiden haben eine ganz besondere Freistoßtechnik. Gerade bei Hakan (Calahnoglu - d. Red.) ist es natürlich schon bundesligareif, und er spielt ja im kommenden Jahr auch beim Hamburger SV. Da muss man sich brutal konzentrieren und die Mauer so hinstellen, dass möglichst viel vom Tor verdeckt ist."

Nach der Pause erhöhten die Gastgeber das Tempo, ohne jedoch die Abwehr der Rostocker unter Dauerdruck setzen zu können. Calahnoglu per Freistoß (49./Müller hält) und ein Schuss von Kempe (58./daneben) waren die besten Chancen. In der 74. Minute war es aber geschehen. Nach einem Eckstoß können die Hanseaten den Ball nicht weit genug klären. Calahnoglu behauptet sich gegen Weilandt und bedient Kempe, der zum 1:1 trifft. "Wir standen kurz vor dem Sieg. Leider hat es nicht gereicht. Aber wir haben gut gespielt, und endlich den Klassenerhalt geschafft. Jetzt sind wir alle erleichtert. Da fällt schon etwas ab", sagte Weilandt.

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