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36-jähriger Alex Ladig denkt nicht ans Aufhören : Empor ist wieder salonfähig

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Seit Donnerstag und noch bis Sonntag Vormittag ackern die Zweitliga-Handballer des HC Empor Rostock unter Trainer Gunter Funk in der Sportschule Güstrow bei zehn Einheiten für den Rückrundenstart.

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erstellt am 07.Jan.2011 | 08:11 Uhr

Güstrow/Schwerin | Seit Donnerstag und noch bis morgen Vormittag ackern die Zweitliga-Handballer des HC Empor Rostock unter Trainer Gunter Funk in der Sportschule Güstrow bei insgesamt zehn Einheiten (Kondition/Kraft) für den Rückrundenstart. Der beginnt für die Ostseestädter bereits am 28. Januar mit dem Heimspiel gegen den SC Magdeburg II. Für Sportdirektor Holger Schneider sind die nächsten fünf Spiele (gegen SCM II, in Varel, Derby gegen Schwerin, bei Füchse II und gegen Dessau) Richtung weisend. "Ende Februar wissen wir schon , ob wir fast durch sind, oder es noch etwas enger werden wird."

Doch der einstige 98-fache Nationalspieler rechnet im Grunde genommen fest mit Ersterem. "Wir wollen auf alle Fälle das Ziel eingleisige 2. Bundesliga packen. Beide Mecklenburger Mannschaften müssen es unter die ersten Neun schaffen - schon wegen der Derbys. Gegen Groß Bieberau (derzeit 2. Liga Süd - d. A.) kommt keiner in die Halle.

Schneider, einst Trainer in Schwerin sowie Stralsund und zum Saisonstart bis nach der Begegnung in Schwerin (24:28) für vier Punktspiele zusätzlich auch der HCE-Cheftrainer, zog nach drei Jahren Tätigkeit in Rostock ein "sehr positives Fazit. Empor ist wieder salonfähig, die Finanzen stimmen. Für die neue Saison bin ich sehr weit in der Planung, habe viele Gespräche vor allem mit jungen Spielern geführt. Mit der Quali zur eingleisigen 2. Liga wäre das erste Etappenziel erreicht. Das nächste ist dann in drei bis fünf Jahren die 1. Liga!"

Torwart Oliver Schröder sowie Michal Bruna und Rico Göde haben noch Verträge über die Saison hinaus. Mit dem Rechtsaußen-Talent René Gruszka wurde gerade langfristig verlängert. Bei Florian Zemlin stehe man laut Schneider "kurz vor dem Abschluss. Und auch Sasa To dosijevic wollen wir halten."

Und wie gehts mit Oldie Alexander Ladig weiter? Wird es für den 36-Jährigen womöglich die letzte Halbserie als Spieler? Davon wollte das Urgestein von Post Schwerin, wo er bereits mit 17 Lenzen in der 1. Liga seine ersten Sporen verdiente, und der seit der Saison das Trikot des Erzrivalen trägt, (bisher) nichts wissen: "Schauen wir, was die Zukunft bringt. Wenn ich mich im Training quälen muss, höre ich auf. Doch derzeit fühle ich mich sehr fit, bei den Ausdauer- und Krafteinheiten derzeit in Güstrow halte ich gut mit. Allerdings wird es von Jahr zu Jahr immer schwerer. Man muss mehr gegen den inneren Schweinehund arbeiten als mit 25. Nach 20 Jahren Leistungssport ist der Verschleiß natürlich da", sagt Alex, um anzuschließen: "Wichtig ist, die jungen Talente langfristig zu binden. Ich mache bis Mai weiter und dann schauen wir mal: Entweder der Verein braucht mich noch eine Saison - oder wenn nicht, höre ich auf."

Sportlich verlief die Hinrunde für den Dauerbrenner ziemlich schwer: "Du kommst in eine eingespielte Truppe, diese Erfahrung hatte ich bisher noch nicht, und das braucht seine Zeit. In Schwerin verstand ich mich mit den Spielern blind." Von vornerein war Allrounder Alex bei dem HCE-Kader als "Feuerwehrmann" eingeordnet. Beruflich ist Ladig jetzt als "freier Handelsvertreter" tätig. Konkreter wollte der gebürtige Schweriner da allerdings nicht werden.

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