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Morgen beginnt für Nimke die Bahnrad-WM in Melbourne : Einzig Olympia im Visier

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Die deutschen Teamsprinter formulieren ihr Ziel vor der morgen beginnenden Bahnrad-WM im australischen Melbourne ganz klar. René Enders, Maximilian Levy und Stefan Nimke wollen Weltmeister werden.

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erstellt am 03.Apr.2012 | 10:28 Uhr

Schwerin | Diesmal soll es ohne Umwege gleich ins Regenbogen-Trikot des Weltmeisters gehen. Die deutschen Teamsprinter formulieren ihr Ziel vor der morgen beginnenden Bahnrad-WM im australischen Melbourne ganz klar: "Wir wollen Weltmeister werden", so Anfahrer René Enders. Der Erfurter tritt zusammen mit Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin) an. Der Titel führt nur über die drei deutschen Weltrekordler. Die Bestmarke von 42,914 Sekunden stellte das Trio im Dezember beim Weltcup im kolumbianischen Cali auf.

Vor Jahresfrist bei den Welttitelkämpfen im niederländischen Apeldoorn kamen die BDR-Asse hinter Frankreich auf den Silberrang. Doch weil Gregory Bauge drei Dopingkontrollen innerhalb von 18 Monaten verpasste, wurde der Sprinter gesperrt und dem französischen Team das Gold aberkannt. Beim letzten Weltcup in London Mitte Februar bekamen Nimke & Co. ihr Gold und das Regenbogentrikot nachträglich überreicht. Das soll diesmal gleich an Ort und Stelle geschehen. Und in die Vollen geht es für die sichere Medaillenbank gleich am ersten Tag.

Der BDR-Tross ist schon seit dem 23. März in Down Under und ist bestens gerüstet. "Das gute Wetter sorgt für noch mehr gute Laune. Wenn wir zum Training auf die Bahn gehen, fahren wir vom Hotel mit dem Rad nur durch einen Park und sind da. Die Bedingungen hier sind echt ideal", meint der Schweriner vom Track Cycling Team MV. Das WM-Hotel liegt direkt gegenüber der Formel-1-Strecke. Zu den Erwartungen bei der WM gibt Bundestrainer Detlef Uibel "zwei Medaillen als Ziel" aus. "Melbourne ist nur eine Zwischenstation für die Olympischen Spiele in London, deshalb werden wir auch keinen zu hohen Druck aufbauen. Im Teamsprint werden wir nochmals testen, um nach der WM die endgültige Nominierung für Olympia vorzunehmen."

"Hoffe, dass WM nicht mein Karriereende ist"

Und dort will auch Stefan Nimke dabei sein - es wären seine vierten Olympischen Spiele und seine letzten. "Das Training hier in Melbourne war ordentlich und verlief ohne Zwischenfälle. Am Mittwoch werde ich im Teamsprint einen neuen Gang versuchen. Mehr als langsam fahren kann ich ja nicht ;-). Es ist ja der letzte große Wettkampf vor Olympia. Egal ob ich jetzt nominiert werde oder nicht. Ich hoffe natürlich, dass ich das werde und dass die WM hier nicht mein Karriereende im Sprintbereich ist", mailte der Teamsprint-Olympiasieger von 2004 in Athen unserer Redaktion.

Einen Tag später tritt Nimke noch im 1000-m-Zeitfahren an. Hier hat der gebürtige Hagenower seinen WM-Titel zu verteidigen. Zu den Aussichten in seiner Paradedisziplin schrieb uns der fünfmalige Weltmeister (dreimal im Zeitfahren, zweimal Teamsprint): "Das wird schon komisch, da ich seit dem Weltcup in London nicht mehr auf dem Zeitfahrrad gesessen hab. Nicht einmal!!! Ob das gut geht? Aber ich leg’ ja alles wegen Olympia in den Teamsprint. Von den 1000 m kann ich mir nicht so viel kaufen. Deshalb habe ich jede Einheit auf dem Sprintrad absolviert." Das Zeitfahren ist nach Athen 2004 aus dem Olympia-Programm gestrichen worden. Aber wer Nimke kennt, der weiß, dass er gut drauf sein muss, wenn er unter diesen Umständen die 1000 m angeht.

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