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Post Schwerin : Einstelliger Platz sollte es schon sein

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Benjamin Meschke, Neuzugang vom Erzrivalen HC Empor Rostock, hat mit Post Schwerin in der neuen Zweitliga-Handballsaison viel vor. "Entscheidender Grund ist Trainer Christian Prokop", sagt der Vogtländer.

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erstellt am 03.Aug.2012 | 11:43 Uhr

Schwerin | Geboren in Plauen. Damit gehört er zu einer nicht gerade häufigen Spezies im Bundesliga-Handball - Benjamin Meschke, 21 Lenze. Bislang ist die Vogtland-Metropole bekannt durch Plauener Spitzen und die Elstertalbrücke - die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt. Die größte steht übrigens mit der Göltzschtalbrücke im benachbarten Reichenbach. Das Vogtland ist Weltspitze, wenn es um exklusive Gardinen, Sticke reien und eben Ziegelbrücken geht…

Handballer kommen eher selten von da. Doch "Benni" Meschke fand die Sportart cool, wechselte darum mit 13 Jahren ans Sportgymnasium nach Magdeburg, in die Handball-"Kaderschmiede" zu DDR-Zeiten und auch jetzt in den neuen Bundesländern. Über die zweite Mannschaft des SCM und zuletzt für eine Saison beim HC Empor Rostock heuerte der Student im Fach Sportmanagement an der Fern-Universität Wismar (WINGS) jetzt bei Post Schwerin an.

"Entscheidender Grund ist Trainer Christian Prokop, den hatte ich als A-Jugendlicher bereits zwei Jahre in Magdeburg. Da kam ich einen großen Schritt weiter. Und das erhoffe ich mir jetzt auch vom Wechsel zum SV Post. Prokop kann jeden Spieler individuell weiterentwickeln", sagt Meschke und macht keinen Hehl aus seinem Handball-Traum: "Mein Ziel ist die 1. Liga - und da will ich nicht nur dabei sein, sondern richtig mitspielen können."

Von der neuen Post-Mannschaft mit gleich sechs Neuzugängen, darunter Matthias Musche, mit dem Meschke als Junior in Magdeburg in der B- und A-Jugend vier Jahre zusammenspielte, erwartet Meschke einiges: "Ich freue mich in Schwerin auf frischen Wind und schnellen Handball mit jungen deutschen Spielern. Mit der Truppe wollen wir eine gute Rolle in der Liga spielen."

Was ist denn drin für Post Schwerin, den Tabellen-15. der vergangenen Spielzeit? Dazu Benjamin: "Ich werde mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, dass ich es nachher bereue. Aber ein einstelliger Platz sollte es schon sein." Als Aufstiegsfavorit Nr. 1 sieht er "den Bergischen HC, wegen dessen Kader" und dann "auch noch die anderen Absteiger Hildesheim und Hüttenberg", wobei "Benni" letztgenanntes Team dann aber doch wieder zurückzieht. Und was ist mit Leipzig, das Trainer Prokop mit ganz oben auf dem Zettel hat? Hobbygolfer Meschke warnt vor der zweiten Zweitligasaison für die Messestädter, "die bekanntlich immer die schwerste ist. Der Druck in Leipzig ist relativ groß. Deren Potenzial ist solide und fast auf Augenhöhe mit uns. Ich traue den Leipzigern so um Platz fünf zu. Nur der Hype um den Handball dort ist größer als hier", vergleicht Meschke die beiden Ostvereine und hofft, "dass in Schwerin auch so was auszulösen ist".

Benjamin Meschke hat sich viel vorgenommen…

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