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21. September 2017 | 09:04 Uhr

Ein Tanz auf der Rasierklinge

vom

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2010 | 08:00 Uhr

Rostock | Die einen wollen den Tabellenkeller verlassen - die anderen möchten ihren Platz in der Spitzengruppe verteidigen: Das Duell zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Hansa Rostock am 11. Spieltag der 3. Fußball-Liga verspricht "ein Tanz auf der Rasierklinge zu werden", wie FCH-Trainer Peter Vollmann vermutet.

Die Thüringer, im Vorjahr noch Fünfter, erwischten trotz ähnlichen Kaders einen schwachen Saisonstart und liegen mit acht Zählern auf dem 18. Rang.

"Für mich ist das sehr überraschend und zugleich unerklärlich. Welches Potenzial diese Mannschaft hat, bewies sie im vergangenen Jahr. Wir sollten uns in der Betrachtung eher darauf konzentrieren und uns auf ein ,Endspiel gefasst machen. Es wird eine extrem schwierige Partie, ein Derby mit allem Drumherum", warnt der 52-Jährige davor, den Drittletzten auf die leichte Schulter zu nehmen.

Daher lehnt der Rostocker trotz des Tabellenbildes - Hansa ist Zweiter - die Favoritenrolle ab. "Davon halte ich nichts. Es wird ein Duell mit Haken und Ösen. Die Platzierung spielt zum Anpfiff keine Rolle. Vielleicht denkt man im Verlauf der Begegnung mal daran. Aber wir können uns nichts dafür kaufen. Es geht immer wieder von vorne los. Daher blicken wir auch nur von Spiel zu Spiel", so Vollmann, der kaum Änderungen in der Start-Elf plant: "Dazu sehe ich keinen Anlass. In den Gedanken spielt eventuell eine Position eine Rolle." Damit dürfte der Fußball-Lehrer die Besetzung des Angriffs meinen, wo Radovan Vujanovic zuletzt wenig überzeugende Leistungen anbot und Youngster Lucas Albrecht mächtig Druck ausübt.

Auch Peter Schyrba, Siegtorschütze in letzter Sekunde gegen Eintracht Braunschweig (2:1), erwartet einen Vergleich auf Augenhöhe. "Es wird nicht einfach für uns. Ich weiß, wie es dort zugeht. Mit Holstein Kiel habe ich da im vorigen Jahr 0:3 verloren", so der 29-Jährige. Allerdings hat er sich mit seinen Abwehrkollegen auch schon ein Rezept zurechtgelegt. "Wir haben uns geschworen, endlich einmal wieder hinten zu null zu spielen. Das wäre eine Grund-

lage, um in Jena drei Punkte einfahren zu können", sagt der Rechtsverteidiger. Zudem hat er auch schon einen Torschützen auserkoren. "Bis auf ,Guschi (Stephan Gusche - d. Red.) und ,Panne (Kevin Pannewitz - d. Red.) hat ja schon jeder getroffen. Ich denke, dass ,Guschi jetzt mal dran ist. Er hat bislang eine sehr starke Saison absolviert und hätte es sich verdient, wenn er mal ein Tor machen würde", so Schyrba, der dem Gegner trotz 14 Punkten weniger mit dem nötigen Respekt begegnet: "Wir sollten den Ball flach halten, uns einfach auf uns konzentrieren und die drei Punkte mit nach Rostock nehmen. Der Grat zur Arroganz ist manchmal sehr schmal."

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