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11. Dezember 2017 | 23:58 Uhr

Ein Platz mit Reling und Tartanbahn

vom

FC Hansa tritt heute in Bremen nicht im Weserstadion, sondern im Amateurstadion "Platz 11" bei der Reserve des Bundesligisten an

svz.de von
erstellt am 20.Aug.2010 | 07:54 Uhr

Rostock | Für den FC Hansa steht heute in Bremen ein Nord-Duell auf dem Programm. Dabei visieren die Ostseestädter jedoch zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte nicht das große Weserstadion an, sondern treten am 5. Spieltag der 3. Fußball-Liga bei der Reserve des SV Werder im Amateurstadion "Platz 11" an. "Wer das dort kennt, der weiß schon, dass es etwas Besonderes ist. Für viele ist es aber ein neues Geläuf, eines mit Tartanbahn und einer Reling drumherum, wo die Zuschauer dranstehen. Es wird schon eine ganz eigene Atmosphäre herrschen, anders als bei uns oder in den übrigen Stadien. Aber an so etwas müssen wir uns gewöhnen", sagt Hansa-Trainer Peter Vollmann.

Für den 52-Jährigen sind Partien gegen Bundesliga-Reserveteams immer etwas Spezielles. "Technisch gesehen können diese Mannschaften jeden Gegner in der Liga schlagen", warnt der Fußball-Lehrer und hofft, dass seine Truppe aus dem 0:3 beim VfB Stuttgart II ihre Lehren gezogen hat. "Im Nachhinein war diese Niederlage vielleicht als Gedankenstütze nicht schlecht. Jedem dürfte klar sein, dass man die U23 von Erstliga-Vereinen nicht unterschätzen darf", warnt der Coach.

Sein Gegenüber Thomas Wolter, als Spieler 312-mal für Werder in der Bundesliga aktiv, zweimaliger deutscher Meister und Cupgewinner, der auch 1991/92 beim Triumph im Europapokal der Pokalsieger dabei war, zeigt trotz des Absturzes des FCH immer noch großen Respekt vor dem Verein: "Rostock ist eindeutiger Favorit. Sie werden sicherlich im oberen Drittel der Tabelle mitspielen. Ob es für ganz oben reicht, muss man abwarten", so der 46-Jährige.

Peter Vollmann dagegen möchte diese Rolle gar nicht so recht annehmen: "Ich denke, die Chancen sind ausgeglichen. Die Favoritenrollen lassen sich in der 3. Liga nicht so einfach verteilen. Zudem müssen sich personell alle noch ordnen. Das ist immer so am Anfang einer Saison." Dennoch legten die Osteestädter mit drei Siegen und neun Punkten als Vierter den eindeutig besseren Start hin als Werder Bremen II (bislang siegloser 16. mit zwei Zählern) und verfügen über die bessere Ausgangsposition.

Abzuwarten bleibt, wie Hansa das Pokal-Aus gegen Hoffenheim (0:4) und dabei vor allem die klare Unterlegenheit gegenüber dem Erstligisten verkraftet hat. "In der ersten Einheit der Woche steckte die Partie noch in den Knochen der Spieler. Aber danach wurde es besser, wir haben gut trainiert, es war viel Feuer und Aggressivität drin. Das müssen wir auch gegen Bremen II auf den Platz bringen", fordert Vollmann, der heute zum 4-4-2-System mit Raute im Mittelfeld zurückkehren wird: "Das ist nichts Besonderes. Das kann der Gegner ruhig wissen. Es wird ein richtungweisendes Spiel. Wir wollen auf zwölf Punkte kommen. Ich denke, dass man damit zur Spitzengruppe, die sich bilden wird, gehört."

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