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FC Hansa unterliegt in Bochum mit 1:2 : Ein Borg-Treffer ist zu wenig

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Der FC Hansa Rostock hat einen Fehlstart ins Jahr 2012 hingelegt. Bei der 1:2 Niederlage beim VfL Bochum, war ein Treffer von Neuzugang Freddy Borg zu wenig, um im Ruhrstadion punkten zu können.

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erstellt am 05.Feb.2012 | 08:54 Uhr

Bochum | Der FC Hansa Rostock hat einen Fehlstart ins Jahr 2012 hingelegt. Die Ostseestädter verloren gestern Nachmittag am 20. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga mit 1:2 (0:1) beim VfL Bochum. Ein Treffer von Neuzugang Freddy Borg war zu wenig, um im Ruhrstadion punkten zu können. Aufgrund des 2:1-Sieges des Karlsruher SC gegen Erzgebirge Aue rutschte der FCH auf den 18. und letzten Platz ab. Der Abstand zum rettenden Ufer - Rang 15 - beträgt bereits fünf Zähler. Der Relegationsplatz 16 ist schon drei Punkte entfernt.

In Bochum schickte Hansa-Trainer Wolfgang Wolf im Vergleich zum letzten Spiel vor der Winterpause, dem 2:2 gegen Dynamo Dresden, eine komplett runderneuerte Elf auf den Rasen und brachte sieben andere Kicker. Neben den beiden Neuzugängen Freddy Borg und Marek Janecka feierte auch der 18-Jährige Edisson Jordanov, der dem eigenen Nachwuchs entstammt, sein Debüt für die Rostocker.

Allerdings agierte der FCH in der ersten Hälfte zu zögerlich und ließ sich durch einen simplen Freistoßtrick von den Gastgebern ausmanövrieren. Azaouagh legt den Ball an Hansas Mauer - aus der sich Holst nicht löste - vorbei in den Lauf von Toski, dessen Hereingabe Federico ohne Mühe zum 1:0 für den VfL einschob (19.).

Der FCH schaffte es einfach nicht, den Ball über mehrere Stationen in den eigenen Reihen zu halten und entwickelte im Angriff keine Durchschlagskraft. Zudem leisteten sich die Norddeutschen auch defensiv einige Unzulänglichkeiten. Jordanov ließ Inui gewähren, der an Müller scheiterte (28.). Glück hatte der Hansa-Keeper in der 33. Minute als Aydin nur den Pfosten traf sowie 60 Sekunden später, als Jordanov für ihn einen Kopfball des Stürmers von der Linie kratzte.

Bochum war dem zweiten Treffer wesentlich näher als Rostock dem Ausgleich. Doch kurz vor der Pause erhielten die Gäste urplötzlich eine große Möglichkeit zum 1:1. Mintál traf bei einem Schussversuch Acquistapace innerhalb des Strafraums an der Hand, und der Unparteiische Ittrich deutete nach einigem Zögern auf den Elfmeterpunkt. Eine glückliche Entscheidung, die VfL-Trainer Bergmann überhaupt nicht passte. Aufgrund seiner Beschwerde wurde der Coach vom Referee auf die Tribüne geschickt. Doch die Aufregung hätte sich der 52-Jährige sparen können, denn Mintál schoss den Ball links unten am Tor vorbei (43.).

Vollkommen verändert kamen die Hansestädter aus der Kabine zurück. Trainer Wolfgang Wolf muss mit seiner Ansprache den richtigen Ton getroffen haben. Zudem taten die Wechsel - Pannewitz für Langen (46.) sowie Weilandt für Schyrba (59.) - dem Spiel des FC Hansa gut. Doch Borg (46.), Jordanov (59.) und Perthel (60.) vergaben in aussichtsreichen Positionen. Dann fiel aber der Ausgleich. Nach einem Solo von Weilandt und einer unglücklichen Rettungsaktion von Bochums Eyjolfsson kam Borg an die Kugel und fackelte nicht lange - 1:1 (63.).

Trotz der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit langte es aber nicht zum Punktgewinn für Rostock. Denn Bochum brachte Spät-Neuzugang Gelashvili (unterschrieb am 31. Januar beim VfL). Der Georgier erzielte per Hacke das 2:1, profitierte allerdings auch von einem Stellungsfehler Janeckas, der unnötigerweise auf die Torlinie rückte und so eine Abseitsposition des Angreifers verhinderte (75.).

Hansa drängte anschließend auf das 2:2. Aber Jänicke (87./einen Schritt zu spät gegen Eyjolfsson) sowie Jordanov (88./abgeblockt) wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen.


Trainerurteile

Andreas Bergmann (Bochum): Der Sieg ist etwas glücklich, aber aufgrund der Vielzahl und Qualität der Chancen verdient. Vor allem in der ersten Hälfte zeigten wir eine gute Leistung. Nach der Pause kamen wir überhaupt nicht mehr rein. Zum Glück traf „Nika“ doch noch zum Sieg.

Wolfgang Wolf (FC Hansa): Beim 1:0 haben wir die Bochumer eingeladen. Dann bekamen wir mit dem Elfmeter ein Geschenk, das wir als höfliche Gäste nicht angenommen haben. Besser lief es in der zweiten Halbzeit. Wir setzten Bochum mehr unter Druck und kamen verdient zum Ausgleich. Leider brachten wir uns am Ende selbst um den Lohn.

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