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24. Oktober 2017 | 00:56 Uhr

Düsseldorf hat Postler im Griff

vom

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2011 | 09:50 Uhr

Schwerin | Es gibt Spiele, da kann man noch drei Stunden spielen und man dreht eine verkorkste Partie doch nicht mehr. Das erlebten gestern Nachmittag die Schweriner Post-Handballer in der eigenen Sport- und Kongresshalle gegen die HSG Düsseldorf. Am Ende tanzten die Gäste im Zweitliga-Duell der Landeshauptstädte - und das völlig verdient.

Die 1249 Zuschauer mussten die schwächste erste Hälfte in einem Heimspiel in der Saison ansehen. Die Postler führten in der gesamten Begegnung lediglich einmal - beim 2:1 (6.) durch einen Treffer von Ingo Heinze. Ansonsten aber tat er sich wie auch der andere Halbspieler Konstantinos Chantziaras äußerst schwer gegen die hochgewachsene, defensiv 6:0 stehende HSG-Deckung. Und was durchkam, wurde häufig eine Beute vom am 6. Januar seinen 42. Geburtstag feiernden Torwart Almantas Savonis. Der Litauer, in der Spielzeit 2001/02 in Diensten des HC Empor Rostock, zog gestern Schwerin den Zahn. "Wir hatten heute keine Durchschlagskraft im Rückraum", so die Bilanz von Mittelmann Johannes Prothmann nach der 27:31 (11:17)-Niederlage.

Spätestens nach dem 14:23 war alles entschieden

Entschieden war das Duell im Grunde bereits nach 43 Minuten, als der Gastgeber mit 14:23 zurücklag. Schwerin versuchte es danach gar mit doppelter Manndeckung, doch mehr als Ergebniskosmetik war diesmal nicht drin.

Prothmann war nach dem Seitenwechsel für den in Halbzeit eins nach diversen starken Spielen diesmal blass agierenden Moritz Weltgen gekommen. "Der Abschluss war eine Katastrophe", meinte dieser durchaus mit Selbstkritik. In der Tat gingen seine Würfe aus dem Feld bis zur Pause gleich mehrfach am Tor vorbei. Sechs Fahrkarten allein von Moritz in den ersten 30 Minuten waren einfach der Fehler zuviel. Und da gestern beim SV Post gegen die Rheinländer fast alle in die Mitte zogen und das Spiel über außen häufig vernachlässigt wurde, spielte man dem Düsseldorfer Abwehr-Bollwerk voll in die Karten.

"Ab der 15. Minute haben wir die Partie kontrolliert. Die Sicherheit in der Abwehr und beim Torwart war heute unser deutliches Plus. So kamen wir zu leichten Toren im Gegenstoß", freute sich HSG-Mann Michael Hegemann über den zweiten Auswärtssieg der Saison (zuvor in Potsdam). Für ihn ist die Qualität in der neuen eingleisigen 2. Liga "wesentlich höher. Auf die Tabelle brauchst du aber noch gar nicht zu schauen. Drei Siege in Folge und du rutscht fünf Plätze höher. Ich denke, erst am 28. Spieltag wird es wirklich interessant auf die Tabelle zu schauen", so Hegemann.

Post-Trainer Christian Prokop zeigte sich vom Rückschlag keineswegs geschockt: "Auch wenn sich alle ,Experten im Vorfeld einig waren, dass Schwerin seine Heimserie ausbaut, so habe ich immer gesagt: Jedes Spiel ist in der Liga ein Endspiel!" Das gestrige verloren die Postler und rutschten mit jetzt 15:13 Punkten um einen Platz auf Rang neun, während Düsseldorf (11:19) 17. bleibt. Umso mehr freute sich HSG-Trainer Ronny Rogowska über die zwei Auswärtszähler. Man sehe "jede Woche verrückte Ergebnisse. Ich weiß nicht, was nächstes Wochenende kommt, es sind immer zwei, drei Überraschungen drin." Vielleicht gilt das ja auch für die Partie Erlangen - Schwerin und die Mecklenburger holen sich die gestern liegen gelassenen Punkte wieder…

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