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FC Hansa bei Alemannia Aachen zu Gast : Duell der Krisenclubs

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Der FC Hansa Rostock ist heute ab 19 Uhr auf dem Tivoli bei Alemannia Aachen zu Gast. Entweder gelingt den Ostseestädter ein Befreiungsschlag oder das große Zittern um den Klassenerhalt verschärft sich immer mehr.

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2013 | 06:30 Uhr

Rostock | Entweder gelingt dem FC Hansa heute in Aachen ein Befreiungsschlag oder das große Zittern verschärft sich immer mehr. Sieben Runden vor dem Saisonende der 3. Fußball-Liga liegen die Norddeutschen auf dem 14. Tabellenplatz und haben sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang 18 (Stuttgarter Kickers). Die krisengeschüttelte und weiterhin von einer Insolvenz bedrohte Alemannia ist sogar Letzter und will heute nach dem womöglich letzten Strohhalm greifen. "Das ist ein Big-Point-Spiel", sagt FCH-Trainer Marc Fascher vor der Woche der Wahrheit der Rostocker mit drei Partien binnen neun Tagen gegen die letzten Drei der Tabelle. "Es bringt aber nichts, wenn man sich mit dem zweiten oder dritten Schritt beschäftigt, bevor man den ersten getan hat. Wir konzentrieren uns auf Aachen, wissen um die Bedeutung der Partie. Nur darauf liegt unser Fokus."

Matthias Holst: "Geredet wurde genug"

Große Kampfansagen sind von den Hanseaten nicht zu hören. "Geredet wurde genug. Wir brauchen jetzt Ergebnisse und werden in Aachen damit anfangen", so Abwehrspieler Matthias Holst, dem vollkommen schnuppe ist, dass im Vorfeld der Partie von einem Duell "Not gegen Elend" gesprochen wird: "Wir wissen, dass unsere Spiele zuletzt nicht gut anzuschauen war. Aber ob man es jetzt so nennen muss oder Champions League oder Kreisklasse B ist mir egal."

Beide Teams stehen unter gehörigem Druck. Aachen benötigt den Klassenerhalt, um eventuell die Insolvenz noch verhindern zu können. Aus dem Umfeld der Domstädter ist zu vernehmen, dass sie bei einem absehbaren Abstieg wahrscheinlich beim Amtsgericht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragen werden. Damit würden automatisch alle Partien der Alemannia aus der Tabelle herausgerechnet und stünde Aachen als erster Abstieger fest.

Der FCH reist mit der schwärzesten Serie der Vereinsgeschichte an den Tivoli. Lediglich sechs von 45 Punkten holten die Ostseestädter aus den vergangenen 15 Partien. "Eine Niederlage würde uns logischerweise zurückwerfen. Ein Sieg wäre eine Art Befreiungsschlag. Bei einem Unentschieden hängt es immer auch vom Spielverlauf ab, ob man sich über einen Punkt freuen kann oder über zwei vergebene ärgert", sagt Marc Fascher, der punktuell die eine oder andere Änderung in der Start-Elf vornehmen will.


HANSA INTERN

Kevin Müller ersetzt Johannes Brinkies

Hansa-Trainer Marc Fascher muss heute einen gezwungenen Wechsel im Tor vornehmen. Johannes Brinkies konnte aufgrund einer Rückenverletzung (wir berichteten) die Reise nach Aachen nicht antreten. Für ihn kehrt Kevin Müller zwischen die Pfosten zurück. Routinier Jörg Hahnel wird zur Absicherung auf der Bank sitzen.

Edisson Jordanov steht vor Comeback
Sechseinhalb Monate nach seinem Kreuzbandriss im Auswärtsspiel beim Vfb Stuttgart II (2:0) steht Hansa-Youngster Edisson Jordanov vor seinem Comeback im Trikot des FC Hansa. Der 19-Jährige, der in bislang elf Einsätzen einen Treffer erzielte sowie drei Vorlagen gab, wurde erstmals wieder in den Kader berufen.

Schiedsrichter Tobias Stieler
Das Spiel steht unter der Leitung von Referee Tobias Stieler aus Obertshausen (Hessen). Die Assistenten des 31-jährigen Rechtsreferendars sind Mark Borsch aus Mönchengladbach und Markus Schüller aus Korschenbroich (jeweils Nordrhein-Westfalen). Stieler pfiff den FCH bislang zweimal in der 2. Bundesliga, beim 1:2 in Oberhausen (2009/10) sowie beim 2:2 gegen Greuther Fürth (2011/12).

Ansetzungen des 33. Spieltages
Heute: Alemannia Aachen – FC Hansa Rostock
Morgen 14 Uhr: Karlsruher SC – SV Babelsberg 03, FC Rot-Weiß Erfurt – SpVgg Unterhaching, Wacker Burghausen – Stuttgarter Kickers, VfB Stuttgart II – Hallescher FC, VfL Osnabrück – 1. FC Heidenheim, Arminia Bielefeld – SV Wehen Wiesbaden, Borussia Dortmund II – SV Darmstadt 98, 1. FC Saarbrücken – Chemnitzer FC, Kickers Offenbach – Preußen Münster


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