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FDGB-Pokal: "Für Dynamo Gemeinsam Blechen" : Dresdens einmaliger Weg

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Mit dem Saisonstart ist Dynamo Dresden durchaus zufrieden, der Ausschluss aus dem DFB-Pokal wurmt die Verantwortlichen aber noch immer gewaltig. Deswegen startet Dresden den vereinseigene "FDGB"-Pokal wie zu DDR Zeiten.

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erstellt am 31.Jul.2013 | 10:29 Uhr

Dresden/Berlin | Mit dem Saisonstart ist Dynamo Dresden durchaus zufrieden, der Ausschluss aus dem DFB-Pokal wurmt die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten aber noch immer gewaltig. Und weil die Sachsen nach dem verdienten 1:1 (0:1) beim VfL Bochum kein unfreiwillig spielfreies Wochenende haben wollen, organisieren sie nicht ohne Galgenhumor ihre eigene Cupserie. Alle anderen deutschen Profiklubs treten von Freitag bis Montag in der ersten Pokalrunde an - in Dresden startet der vereinseigene "FDGB"-Pokal. "Für unseren Verein ist der Alternativpokal dreifach wichtig", sagte Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller: "Die Lizenzspielermannschaft bleibt im sportlichen Rhythmus. Unsere Fans müssen nicht auf den besonderen Kitzel von Pokalspielen verzichten. Und durch die Zuschauereinnahmen unterstützen sie uns dabei, die Gründe für den Ausschluss aus dem DFB-Pokal weiter auf den Prüfstand zu stellen."

Der achtmalige DDR-Meister wurde in diesem Jahr vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgeschlossen, nachdem es im Herbst 2012 schwere Ausschreitungen beim Spiel in Hannover gegeben hatte. Auch der Kampf durch mehrere Instanzen brachte Dynamo nichts. "Wir sind davon überzeugt, dass dieser Ausschluss erstens nicht gerechtfertigt ist und uns zweitens dabei im Weg stehen wird, die Probleme langfristig besser in den Griff zu bekommen", sagte Müller, der mit seinem Klub kurzerhand den "FDGB"-Pokal ins Leben rief.

Die Abkürzung steht dabei nicht für den früheren DDR-Vereinspokal (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund), sondern für "Für Dynamo Gemeinsam Blechen". Mit möglichst attraktiven Gegnern will der Traditionsklub die Spieltermine des DFB-Pokals überbrücken. Den Auftakt macht das "Achtelfinal"-Match gegen den englischen Premier-League-Aufsteiger Hull City am Samstag (15.30 Uhr). Viertelfinale (7. September), Halbfinale (16./17. November) und Finale (1./2. Februar 2014) sollen folgen. Etwa eine Million Euro geht Dynamo durch den Pokal-Ausschluss verloren, die alternative Serie wird den Schaden zwar verringern, mit hohen Einbußen muss der Verein aber trotzdem leben. So soll wenigstens das Team auf Kurs bleiben. Dank eines Traumtors von Cristian Fiél (69.) sicherte sich Dynamo im zweiten Saisonspiel am Montagabend das zweite Remis und vermied bei dem schwierigen Auftaktprogramm - am ersten Spieltag hatte es ein 1:1 gegen den 1. FC Köln gegeben - eine Niederlage.

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