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Schweriner Box-Gala am Samstag : Drei spannende Titelkämpfe

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Drei spannende Titelkämpfe - unter anderem mit Jürgen Brähmer - hält die Schweriner Sauerland-Boxgala am Samstag für die 5000 erwarteten Besucher in der schon jetzt nahezu ausverkauften Sport- und Kongresshalle bereit.

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erstellt am 21.Aug.2013 | 06:57 Uhr

Schwerin | Drei spannende Titelkämpfe hält die Schweriner Sauerland-Boxgala am Samstag für die gut 5000 erwarteten Besucher in der schon jetzt nahezu ausverkauften Sport- und Kongresshalle bereit. Und wenn alle sportlichen Pläne aufgingen, würden am Ende sechs Meistergürtel gebraucht. Jeder der sechs beteiligten Profis ist überzeugt, den jeweiligen Titel erobern zu können.

Noch am wenigsten auf Sieg gepolt ist Stefano Abatangelo. Der 1,70 m kleine italienische Halbschwergewichts-Champion und Herausforderer von Europameister Jürgen Brähmer bleibt eher bescheiden. "Ich kann nicht versprechen, den Ring als Sieger zu verlassen. Was ich aber versprechen kann, ist, dass ich alles geben werde. Das Wort ,Aufgabe kenne ich nicht."

Manager Alessandro Ferrarini hofft, dass seinem stets nach vorn marschierenden Schützling mit dieser Einstellung eine Überraschung gelingt. "Es erinnert mich irgendwie an Rocky Balboa. Der trat auch zu Hause an und verlor gegen Apollo Creed…"

In solch eine Falle wollen Jürgen Brähmer und sein Trainer Karsten Röwer bei ihrer Sauerland-Premiere in der Heimat auf keinen Fall tappen. "Bei einem Heimkampf sind die Resonanz, aber auch die Erwartungshaltung natürlich riesig. Da willst du es besonders gut machen. Es muss also nicht unbedingt ein Vorteil sein, zu Hause zu boxen", sagt Brähmer und betont: "Ich unterschätze Abatangelo auf gar keinen Fall."

Selbst, dass er im Falle eines Sieges definitiv um die WM boxen wird, wo der Gegner dann statt des am vergangenen Wochenende entthronten Weltmeisters Nathan Cleverly nun Sergej Kowalew heißt, interessiert den Schweriner nur am Rande. "Wir haben den Kampf am Wochenende im Kopf und es bisher ganz gut geschafft, die Gedanken an die WM wegzuschieben."

Fast nur noch an seine heiß ersehnte WM-Revanche gegen Robert Stieglitz denkt hingegen Arthur Abraham. "Arthur will nicht nur gewinnen, er ist zum Siegen verurteilt", sagt Trainer Ulli Wegener vor der WBO-Interkontinentalmeisterschaft gegen den Namibier Willbeforce "die schwarze Mamba" Shihepo. Der Sieger wird Pflichtherausforderer von WBO-Weltmeister Stieglitz, der sich bekanntlich im März von Abraham den WM-Gürtel zurückgeholt hatte.

Das ist Shihepo natürlich wurscht. "Ich habe lange auf meine Chance gewartet", sagt er und fügt selbstbewusst hinzu: "Nach meinem Sieg können Sie mir Fragen zum Kampf stellen." Dazu soll es laut Abraham aber nicht kommen. "Ich werde die Schlange würgen", kontert er.

Weniger martialisch geht es bei den "schweren Jungs" Kubrat Pulev und Tony Thompson zu. Dabei geht es auch bei ihrem Duell um mehr als "nur" um die Internationale IBF-Meisterschaft. Wer gewinnt, darf gegen Wladimir Klitschko oder Alexander Powetkin boxen, die sich am 5. Oktober in Moskau gegenüberstehen. Dann wird es gleich um drei WM-Titel gehen. US-Boy Thompson hat schon zweimal gegen den "kleinen" Klitschko geboxt und würde es gern ein drittes Mal versuchen. "Man muss bereit sein für seine Chance", sagt der 41-Jährige. "Schauen wir, was im Ring passiert."

Jede Menge, glaubt zumindest Otto Ramin. Der Schweriner trainiert den Bulgaren und verspricht: "Das wird ein spannender und von beiden Seiten hochklassiger Kampf, ein wahrer Schwergewichtsknaller."

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