zur Navigation springen

Hansa Rostock gegen Duisburg in der Pflicht : Drei Punkte sind lebensnotwendig

vom

Am Sonntag (13.30 Uhr DKB-Arena) ist der MSV Duisburg nächster Kontrahent des FC Hansa Rostock. Für den stark abstiegsbedrohten 18. und Letzten steht im Duell mit dem Zwölften nur der zweite Saisonsieg zur Debatte.

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2012 | 06:46 Uhr

Ros- tock | Wolfgang Wolf haderte mit sich selber, dass er den Noppenschuhen den Vorzug vor warmen Stiefeln gab. "Ich bin ja der größte Amateur, dass ich hier mit Badeschlappen rausgehe", schimpfte er frierend, als er gestern nach einer fast zweistündigen Übungseinheit den Kunstrasenplatz vor der Geschäftsstelle des FC Hansa verließ.

Sehr schwierige Trainingsbedingungen

Der Chefcoach des Fußball-Zweitligisten ist unfroh über die Witterungs- und die sich daraus ergebenden Trainingsbedingungen. "Wir werden morgen (heute 14 Uhr - d. Red.) weniger machen. Immer wieder fällt Schnee, es ist sehr glitschig, die Verletzungsgefahr groß. Einige sind bös hingefallen, der Stephan Gusche schlug sogar mit dem Kopf auf. Die Mannschaft hat auf diesem Boden aber gut gearbeitet."

Sonntag (13.30 Uhr DKB-Arena) ist der MSV Duisburg nächster Kontrahent. Für den stark abstiegsbedrohten 18. und Letzten steht im Duell mit dem Zwölften nur der zweite Saisonsieg zur Debatte. "Wir sind daheim in der Pflicht. Es ist lebensnotwendig, dass drei Punkte hängenbleiben - für die Putzfrau und den Platzwart genau wie für die Mannschaft, den Trainer und den Fan. Dann hätten wir", so Wolf, "auch Duisburg wieder in der Verlosung (acht Punkte vor Rostock - d. Red.). Wir müssen jetzt mal anfangen, brauchen ein Erfolgserlebnis, dass wir wissen, wir sind wieder dran, dass auch die Gegner das merken. Wir wollen den Abstand nach oben verringern." Der 54-Jährige ärgert sich: "Wir hätten längst ein Erfolgserlebnis gehabt, wenn wir nicht so viele einfache Fehler machen würden - siehe der Freistoß, der in Bochum zum 0:1 führte (bei der 1:2-Niederlage am vergangenen Sonntag - d. Red.)."

Hansa hatte am Anfang der Saison mit zehn Spielen ohne Sieg (sechs Unentschieden, vier Niederlagen) einen Negativrekord aufgestellt. Bei gegenwärtig neun Partien in Folge ohne Dreier (3 U, 6 N) droht eine neue "Bestmarke". Die Nerven seien gleichwohl "noch kein Problem", versichert Wolf. "Wir müssen nur einfach mal unsere guten Trainingsleistungen über 90 Minuten im Spiel umsetzen."

Sprach’s und fing wieder an zu schimpfen: über seine eiskalten Finger, den schneidenden Wind und dass er in der benachbarten Gaststätte - in der er kurzzeitig Schutz suchte - "ja mehr bibbere als draußen"…

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen