Schweriner SC siegt in Aachen : Dominanz mit kleinem Schönheitsfehler

<strong>Mit Auge:</strong> Lucia Hatinova (l.) überlupft den Aachener Block mit Nikolina Kovacic. <foto>Jansen</foto>
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Mit Auge: Lucia Hatinova (l.) überlupft den Aachener Block mit Nikolina Kovacic. Jansen

Unter normalen Umständen hätte Teun Buijs vielleicht anders reagiert. Im ersten Spiel nach dem Aus in der Champions League war aber noch nicht viel normal bei den Volleyballerinnen des Schweriner SC beim Spiel in Aachen.

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27. Januar 2013, 07:02 Uhr

Aachen | Unter normalen Umständen hätte Teun Buijs vielleicht anders reagiert. Im ersten Spiel danach war aber noch nicht viel normal bei den Volleyballerinnen des Schweriner SC. Nach den großartigen Auftritten in der Champions League und dem knappen Aus gegen den italienischen Meister Unendo Yamamay Busto Arsizio am Donnerstag mussten Schwerins Frauen am Sonnabend in der Bundesliga bei Alemannia Aachen ran. Dort hat der SSC drei Sätze dominiert, sich aber auch eine Auszeit genommen. 3:1 lautete das Ergebnis, 25:13, 25:16, 23:25, 25:17 die Satzergebnisse. "Unser Spiel in Italien ist erst zwei Tage her. Ich finde er verständlich, dass so etwas schon mal passiert", sagte Buijs nach dem klaren Sieg mit kleinem Schönheitsfehler.

Zu dem Schweriner Satzverlust hatten auch die Aachenerinnen beigetragen. Zunächst, weil sich die Gastgeberinnen aus dem Westzipfel der Republik in den ersten zwei Sätzen mit einem Fehler-Festival selbst zerlegten und nicht den Eindruck erweckten, Erstliga-Volleyball zu spielen. Das einzige, was Buijs Team tun musste, war, die eigene Fehlerquote niedrig zu halten. Angeführt von Spielmacherin Denise Hanke, die im zweiten Satz etliche Male erfolgreich als Angreiferin zuschlug, erreichte der SSC im Energiesparmodus die 2:0-Satzführung.

In Durchgang drei konnten Hanke und Co. dann nicht mehr schnell genug aus dem Sparmodus auf Vollgas hochschalten. Aachen machte weniger Fehler, war im Block plötzlich auf Augenhöhe und emotional im Spiel angekommen. "Außerdem habe ich viel gewechselt, um die Spielerinnen etwas zu schonen. Dass dann ein paar Fehler passieren, kann ich verstehen", sagte Buijs. Die Aachenerinnen feierten ihren erste Satzgewinn nach sechs glatten 0:3-Niederlagen und hielten zunächst auch im vierten Satz mit.

"Plötzlichen spielen wir einfach Bälle ungenau", kritisierte Abwehrchefin Lisa Thomsen, dass der Wunsch vom möglichst schnellen Antritt der Heimreise nicht in Erfüllung gegangen war. Gewonnen haben die SSC-Frauen trotzdem, weil sie im vierten Satz gegen kämpferische Aachenerinnen zur Normalform zurückfanden und so für klare Verhältnisse sorgten.

Ein bisschen Stolz auf die starken Auftritte in der Champions League habe laut Lisa Thomsen auch mitgespielt. "Mittlerweile ist der Stolz größer als die Enttäuschung über das Ausscheiden. Wir haben viel erreicht. Und das wird uns für den Rest der Saison Kraft geben."

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