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Nike contra Adidas: Rostocker Torhüter mit neuem Spielgerät : Die Tücken der Hightech-Bälle

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Dank der "Torfabrik" zum Auswärtssieg: Der FC Hansa hat in Vorbereitung auf das heutige Drittliga-Spiel bei Borussia Dortmund II nichts dem Zufall überlassen und unter der Woche die Fußbälle getauscht.

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erstellt am 26.Okt.2012 | 08:47 Uhr

Rostock | Dank der "Torfabrik" zum Auswärtssieg: Der FC Hansa hat in Vorbereitung auf das heutige Drittliga-Spiel bei Borussia Dortmund II nichts dem Zufall überlassen und unter der Woche die Fußbälle getauscht. "Das stimmt, wir haben mit Adidas-Exemplaren trainiert. Ich bin froh, dass wir in einer Ecke noch einen Sack mit Trainingsbällen gefunden haben. Für die Spieler ist es wichtig, sich darauf einzustellen", sagte Trainer Marc Fascher.

Hintergrund ist, dass die BVB-Reserve wie ihre erste Mannschaft in der 1. Bundesliga die Marke mit den drei Streifen bevorzugt. Die Rostocker werden dagegen vertragsgemäß von ihrem Komplett-Ausstatter Nike mit Bällen versorgt.

Ball ist also nicht gleich Ball, erst recht nicht in der 3. Liga, wo sich eine Vielzahl von Marken unter den 20 Teams etabliert hat (siehe rechts). "Der Nike ist einen Tick schwerer, der Adidas etwas leichter. Dadurch flattert dieser natürlich auch stärker", klärt Fascher über die kleinen, aber feinen Unterschiede auf.

Vor allem die Torhüter haben mitunter mit den Hightech-Spielgeräten der neuen Generation, die längst nicht mehr aus Leder, sondern aus Kunststoffen gefertigt werden, ihre Probleme. "Ich weiß nicht, es ist schwer zu beschreiben. Irgendwie ist die Flugkurve der Bälle anders", rätselt auch Hansa-Stammkeeper Kevin Müller. Daher war er froh, in dieser Woche bei Flanken, Torschüssen und Abschlägen ein Gefühl für die Adidas-Kugel zu bekommen.

Das neueste Modell aus Herzogenaurach, das unter dem Namen "Torfabrik" erstmals 2010 als Einheitsball für die 1. und 2. Liga eingesetzt wurde, erntete auch bei seiner Neuauflage zum 50-jährigen Jubiläum der Bundesliga Kritik. "Der Ball wird von Jahr zu Jahr ekliger", äußerte sich zum Beispiel Hannovers Keeper Markus Miller. Und Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp motzte vor Saisonbeginn: "Er ist leichter als der alte. Den kannst du beim Abschlag fast übers gegnerische Tor schießen."

Die Schlussmänner der 3. Liga stehen dagegen vor dem Problem, an nahezu jedem Wochenende ein anderes Gerät zwischen den Händen halten zu müssen. Deshalb plädiert auch der Rostocker Torhüter Müller für eine einheitliche Lösung: "Es wäre eine sinnvolle Sache, wenn der Einheitsball auch bei uns käme. Dann könnten wir uns über eine Saison hinweg besser darauf einstellen." Und der FC Hansa hätte bei der Spielvorbereitung eine Sorge weniger…


HANSA INTERN

Schiedsrichter Martin Thomsen
Die Partie steht unter der Leitung von Martin Thomsen. Der 27-Jährige stammt aus Kleve (Nordrhein-Westfalen) und pfiff bislang 37 Drittliga-Spiele. Den FC Hansa leitete er noch nie.

Ansetzungen des 14. Spieltages
Heute 14 Uhr: Wacker Burghausen – VfB Stuttgart II, VfL Osnabrück – Hallescher FC, Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching, Rot-Weiß Erfurt – SV Babelsberg 03, Karlsruher SC – Preußen Münster, Kickers Offenbach – Chemnitzer FC, 1. FC Saarbrücken – SV Darmstadt 98, Borussia Dortmund II – FC Hansa Rostock, Alemannia Aachen – SV Wehen Wiesbaden, Arminia Bielefeld – 1. FC Heidenheim

Stürmer Albrecht als Flügelflitzer
Angesichts der Verletzungen von drei Mittelfeldspielern gehen dem FC Hansa vor allem für die Außenbahn die Alternativen aus. Für Nils Quaschner wurde zuletzt auf der rechten Seite Manfred Starke eingewechselt. Coach Marc Fascher: „Er hat im Training gute Ansätze gezeigt.“ Aber auch Stürmer Lucas Albrecht „werden wir künftig auf der Außenbahn ausprobieren“.

So könnte Hansa heute beginnen
Nachdem Marc Fascher nach dem Ausfall von Innenverteidiger Stephan Gusche im Heimspiel gegen Alemannia Aachen (1:0) seine Abwehr umbauen musste, wird er wohl auch im Duell bei Borussia Dortmund II auf diese Formation setzen: 4:5:1

Tor: Müller
Abwehr: Mendy, Holst, Pelzer, Marcos
Mittelfeld: Leemans, Haas, Quaschner, Weilandt, Blum

Sturm: Smetana

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