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14. Dezember 2017 | 01:59 Uhr

Hansa-Camp in Spanien : Die Qualen der Keeper

vom

Der 43-Jährige Torwarttrainer Alexander Ogrinc, der seit Saisonbeginn die Keeper der Rostocker betreut, ist wahrscheinlich der fitteste Mann des gesamten Vereins. Und er legt bei den Torleuten großen Wert auf die Kraft.

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2012 | 10:45 Uhr

El Rompido | "30 Klimmzüge kriege ich schon hin, und dreimal 60 oder 120 Liegestütze sind auch kein Problem", sagt Hansas Torwarttrainer Alexander Ogrinc. Der 43-Jährige, der seit Saisonbeginn die Keeper des Rostocker Fußball-Zweitligisten betreut, ist wahrscheinlich der fitteste Mann des gesamten Vereins. Und der gebürtige Badener (in Kuppenheim) legt auch in der Arbeit mit den Torleuten großen Wert auf die Kraft.

"Wenn ,Alex’ mal nicht lacht, ist etwas faul"

Um das aktuelle Trio Kevin Müller, Jörg Hahnel und Johannes Brinkies ordentlich zu drillen, lässt sich "Qualex" immer neue Übungen einfallen. Liegestütze in allen erdenklichen Varianten - mit einer Hand, auf zwei Bällen, mit Drehungen und vielem mehr - stehen auf der Tagesordnung. Medizinbälle auf den Füßen oder bei Sprungübungen in der Hand dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Der Knaller jedoch: Alexander Ogrinc macht alle Übungen mit. Und das mit einem Lächeln im Gesicht sowie einem lockeren Spruch auf der Zunge.

"Die Hauptsache ist doch, dass es Spaß macht. Und das ist zu 99 Prozent der Fall. Wenn ,Alex’ mal nicht lacht, dann ist etwas faul. Ich hatte schon vier oder fünf Torwarttrainer, und für ihn ist eben die Kraft richtig wichtig", sagt Schlussmann Jörg Hahnel, der mit Konkurrent Kevin Müller derzeit um den Platz im Hansa-Tor streitet.

Trotz des harten Trainings kam es Letzterem aber natürlich nicht in den Sinn, seinen bisherigen Stammplatz im Kasten aufzugeben. "Ich habe mich aus gutem Grund für den Job als Torwart entschieden. Ich mag nämlich nicht laufen", erklärte Müller, der gestern im Test gegen den russischen Erstligisten Lok Moskau im Kasten stand.

Wie auf allen Positionen hat Cheftrainer Wolfgang Wolf auch den Kampf um die Nr. 1 neu eröffnet. "Es gibt nur wenige, die gesetzt sind", so der 54-Jährige. Für Hahnel und Müller ist das Duell - mittlerweile ihr drittes - kein Problem. Das Verhältnis ist normal, wie auch die Nummer drei Johannes Brinkies bestätigen kann. "Wir alle gehen super miteinander um, feuern uns gegenseitig an", so der Youngster, der mächtig Druck auf die beiden Etablierten macht. "Er hat sich super entwickelt und macht mir sehr viel Freude", sagt Alexander Ogrinc.

Die beiden Duellanten sieht er auf einer Höhe. Nuancen werden entscheiden, wer am 5. Februar beim VfL Bochum im Tor steht.

"Ich werde mein Bestes geben, so dass ich am Ende der Vorbereitung in den Spiegel schauen kann", so Hahnel. "Natürlich möchte ich drin bleiben. Ich gucke dabei nur auf mich und will versuchen, mich mit meiner Leistung zu empfehlen", erwidert Müller.

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