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FC Hansa Rostock : Die Mannschaft ist einfach nicht besser

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Nach der 0:2 am vergangenen Sonnabend bei den Stuttgater Kickers, richtet sich der FC Hansa auf Niveau "Mittelmaß 3. Liga" ein. Der Vorstand Sport Juri Schlünz verlangt Straffung auf allen Positionen.

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erstellt am 03.Dez.2012 | 06:38 Uhr

Rostock | "Das ist schwer zu sagen" oder "Ich kann das nicht erklären" - nach dem 0:2 bei den Stuttgarter Kickers, der dritten Niederlage in den zurückliegenden vier Begegnungen, herrschte bei den Spielern des Fußball-Drittligisten FC Hansa allgemeine Ratlosigkeit. Was war der Grund, woran lag vor allem die Unfähigkeit in der zweiten Halbzeit, Zwingendes in Richtung gegnerisches Tor zu bewirken? Die simple Antwort lautet: Diese Mannschaft ist einfach nicht besser, sie ist unkonstant und damit Mittelmaß 3. Liga.

"Richtiges Aufbegehren war nicht zu spüren"

Michael Blum, zur Zeit Linksverteidiger, unternahm zumindest den Versuch, das Dilemma in Worte zu fassen. "Es ist sch… gelaufen. Normalerweise sind wir Favorit und müssen gewinnen, aber es war keine gute Partie. In der ersten Viertelstunde dachte ich, wir holen hier den Sieg, aber dieses aggressive Auftreten vom Anfang ließen wir den Rest des Spiels vermissen, zeigten zu wenig Biss. Ein richtiges Aufbegehren war nicht zu spüren", meinte der 23-Jährige und fügte hinzu: "Wir sind im Moment in einer schwierigen Phase, müssen wieder an uns glauben. Wir brachten zuletzt nicht das, was wir können und wollen, haben viel gutzumachen und wollen dies am Sonnabend gegen Unterhaching tun (14 Uhr DKB-Arena - d. Red.)."

Mit einem Dreier wäre der FC Hansa auf Rang sechs vorgerückt und hätte den Relegationsplatz drei zumindest in Sichtweite gehabt, doch, so Blum, "wenn man hier verliert, braucht man über das Thema Aufstieg gar nicht zu sprechen". Oder um Trainer Marc Fascher zu zitieren: "Die Tabelle lügt nicht." Rostock ist Neunter mit acht Zählern sowie vielen, vielen Toren Rückstand auf die dritte Position und wird sich allem Anschein nach irgendwo im Mittelfeld der 3. Liga etablieren.

Auch wenn die Weiß-Blauen in dieser Saison sogar schon mal Vierzehnter waren: Hinsichtlich der sportlichen Gesamtsituation muss klar konstatiert werden, dass der FC Hansa nach dem ersten Spiel der Rückrunde schlechter dasteht als je zuvor. Dabei gab es doch eine Phase, in der die Mecklenburger in sieben aufeinanderfolgenden Begegnungen sechsmal hinten zu null spielten und fünfmal selber mindestens ein Tor erzielten. Fascher beklagt zu Recht: "Sobald wir in Rückstand geraten, ist der Ofen aus." Doch die Ostseestädter haben auch 2012/13 bereits Rückstände aufgeholt (1:1 in Darmstadt und gegen Wehen Wiesbaden) oder sogar zum Sieg umgebogen (Stuttgarter Kickers 2:1).

Das alles geschah in der Zeit unter Trainer Wolfgang Wolf. Beim Debüt von Fascher gelang noch einmal Ähnliches, als in Heidenheim kurz nach der Pause der Ausgleich fiel, die Rostocker das 1:1 aber unbeeindruckt wegsteckten und noch 2:1 gewannen. Wo ist das Selbstvertrauen geblieben? Zumal doch in Stuttgart, im gleichen Stadion, bereits der stärker als die Kickers einzuschätzende VfB II geschlagen worden war?!

Der Rostocker Negativrekord in der 3. Liga steht momentan bei fünf sieglosen Partien in Folge (drei Unentschieden, zwei Niederlagen) aus der Zeit unmittelbar vor Fascher. Unter dem jetzigen Coach steht die Mannschaft aktuell bei vier Spielen ohne Dreier (1 U, 3 N).

Vorstand Sport Juri Schlünz, der den Auftritt bei den Stuttgarter Kickers als "blutleer" bezeichnete, analysierte: "Der Aufwand, der betrieben wurde, reicht einfach nicht aus. Da war nur am Anfang zu erkennen, dass man was machen wollte. Die Mannschaft muss sich auf allen Positionen straffen." Damit am Sonnabend nicht eine neue "Bestmarke" aufgestellt wird…

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