Schweriner SC gewinnt in Potsdam : Die ganze Routine ausgespielt

Diesen Luftkampf entscheidet Schwerins Kapitän und Zuspielerin Denise Hanke (l.) für sich. Bernd Gartenschläger
Diesen Luftkampf entscheidet Schwerins Kapitän und Zuspielerin Denise Hanke (l.) für sich. Bernd Gartenschläger

Dieses Match machte Appetit auf mehr Volleyball-Bundesliga: Die Volleyballerinnen des Schweriner SC setzten sich am Sonnabend beim Überraschungsteam SC Potsdam nach packendem Kampf mit 3:1 durch.

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04. November 2012, 06:35 Uhr

POTSDAM | Dieses Match machte Appetit auf mehr Volleyball-Bundesliga. Die neuformierte Mannschaft des SC Potsdam bot dem Meister Schweriner SC lange Zeit Paroli. Letztlich setzten sich die Mecklenburgerinnen mit 1:3 (18, 20, -22, 17) durch. Trotzdem waren die Zuschauer begeistert von dem gutklassigen Duell.

Selbst der niederländische Gäste-Coach Teun Buijs anerkannte nach den 100 umkämpften Spielminuten mit vielen langen Ballwechseln: "Wir konnten es uns nicht leisten nachzulassen. Potsdam gehört mit dieser Leistung sicher zu den besseren Teams der Liga." Sein Trainer-Kollege Alberto Salomoni nahm die Komplimente gern an und sagte: "Wir haben Schwerin phasenweise in Schwierigkeiten gebracht. Aber in den entscheidenden Momenten waren die Gäste einfach konstanter." Da spielte der Rekordchampion seine ganze Klasse und Routine aus.

Schwerins Co-Trainer Davide Carli - der Italiener war in der Vorsaison noch Assistent seines Landmannes Salomoni - nahm die Glückwünsche des Potsdamers an seiner alten Arbeitsstätte gern entgegen. Beide umarmten sich. Dann sagte Carli: "Aufgrund der englischen Wochen mit Champions League, weiten Reisen und vielen Fünf-Satz-Spielen mussten wir ans Limit gehen. Unsere Konstanz hat uns geholfen, das Spiel zu gewinnen."

Während auf Schweriner Seite die brasilianische Außenangreiferin Lousiane Penha Souza Ziegler trotz Schwächen in der Annahme mit 21 Punkten glänzte, ragte im Salomoni-Sechser Mittelblockerin Kathy Radzuweit mit 16 Punkten heraus.

Symptomatisch für das Match war, dass der SC Potsdam meist lange gut mithielt, aber in der entscheidenden Satzphase durch leichte Eigenfehler Punkte geradezu verschenkte. So waren die Gastgeberinnen im ersten Satz bis zum 12:12 und im zweiten bis zum 16:18 gleichauf oder mindestens dran. Die Einbrüche zum Satzende wiederholten sich sogar im überlegen geführten dritten Spielabschnitt, als aus einer 22:15-Führung noch ein 22:20 wurde - vor allem dank einer starken Aufschlagserie von Schwerins Kapitän Denise Hanke, die neben Souza Ziegler und der zur wertvollesten Spielerin gekürten Mittelblockerin Quinta Steenbergen aus den Niederlanden im Meister-Ensemble herausragte. Im vierten Satz blieb es bis zum 17:18 ebenso eng, ehe Hanke und Co. "durchmarschierten".

Das Wichtigste am Ergebnis dürfte für Schwerin vor allem gewesen sein, dass es nicht schon wieder über fünf Sätze ging. Schon am Mittwoch muss der SSC im Pokal-Achtelfinale beim Süd-Zweitligisten TSV Sonthofen antreten.

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