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FC Hansa Rostock : Die Chance auf einen dicken Dreier

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Der FC Ingolstadt ist das Synonym für die schwärzeste Stunde in der Vereinsgeschichte des FC Hansa Rostock. Den Fans läuft beim Gedanken an den Club aus der Audi-Stadt immer noch ein kalter Schauer den Rücken hinunter.

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erstellt am 22.Feb.2012 | 10:08 Uhr

Rostock | Der FC Ingolstadt ist das Synonym für die schwärzeste Stunde in der Vereinsgeschichte des FC Hansa Rostock. Den Fans läuft beim Gedanken an den Club aus der Audi-Stadt immer noch ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Denn in der Zweitliga-Abstiegsrelegation der Saison 2009/10 setzten sich die Bayern gegen den FCH durch (1:0, 2:0) und schafften den Sprung ins Fußball-Unterhaus. Die Hanseaten mussten dabei erstmals den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Auf beiden Seiten sind noch einige Kicker von vor knapp zwei Jahren dabei. Zum Beispiel Kapitän Stefan Leitl, Andreas Buchner oder Moritz Hartmann auf Ingolstädter Seite beziehungsweise Dexter Langen, Jörg Hahnel, Marcel Schied oder Tobias Jänicke für Hansa. "Tränen, Trauer, Niedergeschlagenheit - Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie das war", sagte Letztgenannter.

Trotzdem will er der morgigen Partie aus diesem Grunde keine besondere Bedeutung beimessen. "Wir sind damals in den Wochen davor abgestiegen. Ich würde es nicht an diesen Spielen gegen Ingolstadt festmachen", begründet Jänicke.

Und auch für Trainer Wolfgang Wolf ist das nichts Besonderes: "Ich habe es nur im Fernsehen geschaut. Das ist Vergangenheit und für uns nicht maßgebend. Wir können ja nichts mehr zurückholen."

Start-Elf verändert sich auf Heimtaktik

Trotzdem ist das Duell mit dem FCI kein Gewöhnliches. Allein beim Blick auf das Tableau wird die Brisanz deutlich. Immerhin trifft der Letzte zu Hause auf den Vorletzten. Und den Rostockern winkt bei einem Sieg der Sprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz. Nach drei Wochen auf Rang 18 könnten sie die Rote Laterne an den Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt weiterreichen. "Für uns und auch die Fans wäre das schon schön. Dann könnte man auch mal wieder auf die Tabelle schauen. Das spornt uns schon zusätzlich an", so "Tobi", der in Aachen mächtig sauer war, dass er trotz einer guten Leistung und einem Treffer zuvor im Heimspiel gegen Duisburg auf der Bank Platz nehmen musste. Morgen könnte der 22-Jährige wieder eine Chance von Beginn an bekommen. Trainer Wolf kündigte einige Veränderungen in der Start-Elf an. Sowohl taktische als auch personelle Wechsel sind denkbar: "Wir spielen zu Hause, wollen das Tempo vorgeben und nach vorne agieren. Man soll merken, wer gewinnen will und das von der ersten Minute an."

Eine offensive Herangehensweise spricht für Jänicke, der mit seinen Tempo-Dribblings eine Abwehr auseinander nehmen kann. Zumal der Kicker zuletzt eine ansteigende Form bewies: "Wir haben die Chance einen dicken Dreier zu landen. Alle am Tabellenende spielen gegeneinander. Und wenn wir so auftreten wie gegen Duisburg (4:2 - d. Red.), wird es für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen und dann bleiben die Punkte in Rostock."

Was die Personalsituation bei den Küstenkickern angeht, so hat Youngster Edisson Jordanov immer noch mit den Folgen eines Fouls aus der Partie gegen Duisburg zu kämpfen. Wolf: ",Edi’ hat Adduktorenprobleme und absolviert ein Extraprogramm." Indes gibt es bei Defensivmann Michael Wiemann Entwarnung. Er stieg nach seiner Zehprellung wieder ins Training ein und sollte morgen gegen Ingolstadt zur Verfügung stehen. Seit Montag befindet sich zudem Kevin Pannewitz nach einem Infekt wieder im Training. "Er lag ein paar Tage flach und hat eher noch an Kondition und Kraft verloren. Bei ihm lasse ich mir eine Entscheidung bis zuletzt offen", so Wolf.

Hansa intern

  • Bangen um Jordanov: Youngster Edisson Jordanov hat immer noch mit den Folgen eines Fouls aus der Partie gegen Duisburg zu kämpfen. „,Edi’ hat Adduktorenprobleme und absolviert ein Extraprogramm“, sagte Hansa-Trainer Wolfgang Wolf.

  • Entwarnung bei Wiemann: Defensivmann Michael Wiemann stieg nach seiner Zehprellung wieder ins Training ein. Er sollte morgen gegen Ingolstadt zur Verfügung stehen.

  • Fragezeichen hinter Pannewitz: Seit Montag befindet sich Kevin Pannewitz (Infekt) wieder im Training. „Er lag ein paar Tage flach und hat eher noch an Kondition und Kraft verloren. Bei ihm lasse ich mir eine Entscheidung bis zuletzt offen“, so Wolf.

  • Runter vom Kunstrasen: Nach drei Wochen mit Einheiten auf Kunstrasen konnten die Rostocker gestern erstmals wieder auf einem Naturrasen trainieren. „Gott sei dank. Endlich können wir richtig Torschuss- und Flankenübungen machen“, erklärte der Coach, der für heute eine Einheit um 10 Uhr angesetzt hat.
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