DFB-Elf verspricht brillanten Fußball

Bastian Schweinsteiger gibt die Richtung vor: „Ich spüre einen großen Drang in mir, ein perfektes Spiel zu liefern.“ dapd
Bastian Schweinsteiger gibt die Richtung vor: „Ich spüre einen großen Drang in mir, ein perfektes Spiel zu liefern.“ dapd

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22. Juni 2012, 12:14 Uhr

Nach dem bislang besten EM-Start einer deutschen Mannschaft versprechen die Spieler für das Viertelfinale gegen Griechenland den Durchbruch zu brillanten Leistungen. „Ich spüre einen großen Drang in mir, ein perfektes Spiel zu liefern. Ich hoffe, dass wir dem gegen Griechenland nahe kommen“, sagte Bastian Schweinsteiger. „Durch die Siege in der Gruppenphase ist das Selbstvertrauen gewachsen.“ In den letzten 14 Pflichtspielen seit Juli 2010 hat die deutsche Mannschaft 14 Siege errungen. Im Teamquartier „Dwor Oliwski“, kaum zehn Bus-Minuten vom Danziger Stadion entfernt, macht unter den 23 Nationalspieler ein Motto die Runde: „Noch drei Siege bis zum Titel“.

Der weitere Turnierplan steht bereits fest. Werden die Griechen heute (Anstoß 20.45 Uhr/ZDF) besiegt, käme es im Halbfinale in Warschau (Donnerstag, 28. Juni) zu einem Treffen mit Italien oder England. Mit dem 500. Länderspiel-Erfolg seit 1908 könnte sich die deutsche Elf dann für das Endspiel in Kiew (Sonntag, 1. Juli) qualifizieren.

Bei der WM 2010 lief die Mannschaft erst in der K.o.-Runde zu großer Form auf. Erst wurde England (4:1), dann Argentinien (4:0) geschlagen, ehe gegen Spanien (0:1) im Halbfinale Endstation war. Das soll bei der EM nicht passieren. Die Eigenwahrnehmung der Mannschaft lautet: Wir sind besser geworden seit dem WM-Aus.

„Unsere Mannschaft ist reifer geworden. Vom Hauruck-Fußball wie vor zwei Jahren sind wir weg“, sagte Kapitän Philipp Lahm. „Früher schauten wir erst und ließen den Gegner spielen. Jetzt haben wir einen anderen Stil: Mit einer physisch starken Mannschaft spielen wir technischen Fußball“, erklärte der linke Verteidiger. Sami Khedira und Mesut Özil hätten bei Real Madrid wichtige Erfahrung gesammelt, Schweinsteiger und Lukas Podolski und andere Spieler bewahrten mehr die Ruhe als früher, erklärte Lahm. „Wir spielen klüger, routinierter und lassen uns unter Druck nicht nervös machen“, sagte Lahm. Und eine Aussage durfte als Ausblick auf die WM 2014 in Brasilien gelten. „Die Entwicklung dieser Mannschaft ist längst nicht zu Ende“, sagte der 28-Jährige.

Wenn – wie erwartet – Jerome Boateng, der gegen Dänemark durch Lars Bender ersetzt wurde, als rechter Verteidiger zurückkehren wird, stehen wieder sieben Spieler der Bayern in der Startelf. Die Spieler verdeutlichten es in den vergangenen Tagen, dass die Gier auf einen Triumph im EM-Finale, auf den Sturz von Welt- und Europameister Spanien unglaublich ausgeprägt ist. „Was ist Druck? Uns allen geht es sehr gut. Druck haben Menschen, die um ihre Existenz kämpfen oder die in großer Not sind. Ich empfinde eher einen Reiz. Es reizt mich, mit der Mannschaft bei dieser EM das auszureizen, was sie maximal kann“, sagte Schweinsteiger. Bei den Siegen gegen Portugal, die Niederlande und Dänemark wurde nach Einschätzung der Spieler ein Fußball geboten, der besser war als von außen bewertet. „Es ist im Grunde ganz simpel: Wenn wir das konstant schaffen, dann werden wir auch Titel gewinnen“, sagte der 27-jährige Bayern-Mittelfeldstar.

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