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19. Oktober 2017 | 23:45 Uhr

Der zwölfte Mann

vom

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2010 | 07:21 Uhr

Rostock | Robert Müller ist der Härte fall im Team des FC Hansa. Der Mittelfeldmann ist dicht dran, nur einen Platz in der Start-Elf des Fußball-Drittligisten findet der 23-Jährige einfach nicht. Dabei bekam er nach öffentlichem Trainerlob in der englischen Woche beim Auftritt in Offenbach (2:3) seine Chance. Doch nach nur 14 Minuten war sie wieder vertan - schwere Hüftprellung. "So ist Fußball. Ich weiß gar nicht, wie das passiert ist. Ich denke, dass ich einen Ellenbogen oder ein Knie abbekommen habe. Danach ging einfach nichts mehr. Rückblickend war es mit der Niederlage kurz vor Schluss ein ,Supertag. Doch auch jetzt spüre ich es noch, kann aber ohne größere Probleme das Training mitmachen", erzählt der "Sechser".

In Offenbach rückte somit Kevin Pannewitz, der eigentlich eine Denkpause erhalten sollte, wieder ins Team, nahm den Platz im defensiven Mittelfeld anschließend auch gegen Braunschweig (2:1) ein. Für Robert Müller ist die Tür damit erst einmal wieder zu, er muss sich neu anbieten. Den Kopf lässt der Kicker deshalb aber nicht hängen: "Ich nehme es ein bisschen mit Humor. Was soll ich auch machen, groß etwas ändern kann ich an der Situation nicht. Natürlich gefällt sie mir nicht, aber die Mannschaft spielt erfolgreich. Das steht nun einmal an erster Stelle. Ich gebe im Training Gas."

Am Sonnabend geht es für die Ostseestädter nach Jena (14 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld). Für Müller ist es eine Reise in die Vergangenheit. Von 2007 bis 2009 absolvierte er 27 Zweit- und 36 Drittligapartien, war unumstrittene Stammkraft bei den Thüringern. "Ich freue mich auf das Spiel, habe dort noch drei, vier gute Freunde. Es ist schön, dort mal wieder hin zu kommen", so der Defensivmann. Während der 90 Minuten, die für ihn wahrscheinlich auf der Bank beginnen, ruht jedoch die Freundschaft: "Das ist aber normal. Auf dem Platz geht es zur Sache, da will jeder gewinnen. Nach den 90 Minuten sollte es dann aber auch schon wieder vorbei sein."

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