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13. Dezember 2017 | 08:18 Uhr

Der zweite Anzug sitzt

vom

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2011 | 04:44 Uhr

Rostock | Auch ohne Stamm-Sechser haben die deutschen Handballer das Testspiel gegen Norwegen in der Rostocker Stadthalle gewonnen. Trotz der zahlreichen Ausfälle - nur acht WM-Akteure standen auf dem Spielberichtsbogen - setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand am Sonnabend gegen den personell ebenfalls komplett neu formierten WM-Neunten mit 33:25 (17:13) durch. "Das war ein verdienter Sieg. Gegen die jungen Norweger waren wir besser, weil wir am Ende auch mehr Erfahrung entgegenzusetzen hatten. Das Spiel hat seinen Sinn erfüllt", sagte Brand.

Die Gastgeber hatten zunächst leichte Anlaufschwierigkeiten und konnten erst in der 8. Minute durch einen verwandelten Siebenmeter von Adrian Pfahl zum ersten Mal in Führung gehen - 4:3. Auch die Abwehr mit dem Mittelblock Michael Haaß/ Jacob Heinl musste sich erst finden, doch nach und nach stellte sich die deutsche Deckungsreihe inklusive Keeper Silvio Heinevetter auf den Gegner ein. So setzte sich Deutschland, obwohl Brand nach 20 Minuten mehrfach wechselte, gegen die Norweger sukzessive über 12:8 (20.) auf 17:12 (29.) ab.

Nach der Pause gab der in Rostock geborene Torwart Martin Ziemer mit drei Paraden am Stück ein gelungenes Debüt in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Den Norwegern gingen langsam die Ideen aus, während das DHB-Team nun seine Vorteile ausspielte. Vor allem der Flensburger Jacob Heinl am Kreis wurde mehrfach erfolgreich in Szene gesetzt. Angesichts der sicheren 29:23-Führung (51.) schlichen sich in der End phase immer mehr Fehler ins Spiel der Deutschen ein, doch der Sieg geriet nicht in Gefahr.

Für Martin Ziemer war es insgesamt eine gelungene Sache: "Für mich war es natürlich auch eine besondere Ehre, ausgerechnet in meiner Heimatstadt debütieren zu dürfen", sagte der 28-Jährige, der beim Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten unter Vertrag steht. Neben seiner Familie hat er am Sonnabend auch viele alte Weggefährten wiedergesehen. Denn bis zu seinem 17. Lebensjahr hielt er für den HC Empor Rostock den Kasten sauber. "Ich verfolge immer noch genau, was hier passiert. Der HCE hat ja sehr ehrgeizige Ziele, und für ihn wäre es sicher eine tolle Sache, irgendwann in die 1. Liga aufzusteigen", so Ziemer.

Der Bundestrainer war mit der Leistung des Rostockers zufrieden: "Ich habe ihn natürlich spielen lassen, weil er hier geboren wurde", sagte Brand. "Aber Nationalspieler ist er wegen seiner guten Leistungen in der Bundesliga geworden. Und heute hat er gezeigt, dass er eine echte Alternative ist."

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