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FC Hansa Rostock im Landespokal : Der Favoritenrolle gerecht werden

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Eigentlich könnte Busfahrer Heiko Aschenbrenner sich genüsslich zurücklehnen und Keeper Jörg Hahnel das Steuer des Mannschaftsbusses vom Drittligisten FC Hansa überlassen. Denn Letzterer findet den Weg quasi im Schlaf.

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erstellt am 15.Nov.2013 | 06:57 Uhr

Rostock | Eigentlich könnte Busfahrer Heiko Aschenbrenner sich genüsslich zurücklehnen und Keeper Jörg Hahnel das Steuer des Mannschaftsbusses vom Fußball-Drittligisten FC Hansa überlassen. Denn Letzterer findet den Weg quasi im Schlaf: Für ihn geht es heute zum vierten Mal in den vergangenen knapp 13 Monaten zu einer Partie in der Gießerei-Arena in Torgelow. Ab 12.30 Uhr wird dort das Viertelfinale im Landespokal zwischen den gastgebenden Greifen und den Rostockern ausgetragen. "Die haben einige Polen in ihren Reihen, die ordentlich Betrieb machen. Wir haben zwar im Benefizspiel am Ende klar gewonnen, lagen aber zur Pause mit 1:2 hinten. Das wird kein einfaches Spiel", erklärt "Jockel".

Torgelow erst mit einem Heimpunkt

6:2 hieß es im August für die Kogge, die nach einer 1:0-Führung durch Haas einen Rückstand zur Pause verkraften musste, ehe die Partie in klare Bahnen gelenkt wurde. Ende September hütete Hahnel den Kasten beim 1:1 der "Zweiten" im Oberliga-Punktspiel in Torgelow. Das war bisher im Übrigen der einzige von 18 möglichen Zählern, den die Greife im heimischen Stadion einfahren konnten. Außerdem setzte es fünf Niederlagen, allerdings alle bis auf die 0:2-Schlappe gegen den souveränen Tabellenführer BFC Dynamo nur mit einem Tor Differenz. "Die Torgelower werden alles in die Waagschale werfen und können ihre bisherigen Ergebnisse vergessen machen", so Jörg Hahnel, der in den beiden jüngsten Partien jeweils von Tobias Lindner bezwungen wurde. Der 20-jährige Mittelstürmer der Greife dürfte alles versuchen, seinen Lauf fortzusetzen. Da dürfte trotz des Zwei-Klassen-Unterschieds auf die Rostocker Abwehr eine Menge Arbeit zukommen.

Dass man in der Gießerei-Arena aber auch ohne Gegentreffer bleiben kann, erlebte Hahnel im Oktober 2012. In der damaligen dritten Runde des Landes pokals behielt Hansa nach Toren von Johan Plat sowie dem mittlerweile nach Fürth gewechselten Tom Weilandt mit 2:0 die Oberhand.

Für die Rostocker steht außer Frage, dass sie die nächste Runde erreichen werden. "Wir gehen jetzt nicht mit Überheblichkeit an die Aufgabe heran, aber wir sollten schon das Selbstbewusstsein besitzen, dass wir auf den Platz gehen und zeigen, wer die Partie bestimmen und gewinnen will", sagt FCH-Trainer Andreas Bergmann.

Trotz der jüngsten mäßigen Vorstellungen in diesem Wettbewerb in den Duellen mit Landesligist Kühlungsborn und Oberligist Malchow, als es jeweils zwei Gegentreffer setzte, glaubt der 54-Jährige, dass sein Team die Hürde Torgelow souveräner nehmen wird. "Damals hatten wir gerade in der Liga eine schwierige Phase mit ein paar Nieder lagen. Zuletzt waren wir stabiler und haben uns auch weiterentwickelt", erklärt der Fußball-Lehrer.

Dennoch weiß Bergmann, dass Pokalspiele oft einen eigenen Charakter haben und es am Ende nur darum geht, dass man in die nächste Runde einzieht: "Das ist aber nicht nur bei Hansa Rostock so. Auch bei anderen Erst- oder Zweitligisten kann man das im Pokal immer wieder beobachten. Wichtig ist, dass man von Beginn an griffig ist und das Spiel hochkonzentriert angeht, dann kann einen auch mal ein blöder Fehler nicht mehr aus der Bahn werfen."

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