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Finale: SSC-Volleyballerinnen heute gegen Dresden : "Das wird noch einmal etwas ganz Besonderes"

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Das nächste Volleyball-Fest steht dem Schweriner SC und seinen Anhängern bevor. Wenn heute um 19 Uhr der amtierende Vizemeister Dresdner SC beim Titelverteidiger aufläuft, dann wird die Arena aus allen Nähten platzen.

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erstellt am 11.Apr.2012 | 10:45 Uhr

Schwerin | Das nächste Volleyball-Fest steht dem Schweriner SC und seinen Anhängern bevor. Wenn heute um 19 Uhr der amtierende Vizemeister Dresdner SC beim Titelverteidiger aufläuft, dann wird die Arena aus allen Nähten platzen. Der Zuschauerrekord liegt bei 1877 aus dem Vorjahr - im Final-Hinspiel um die deutsche Meisterschaft gegen eben diesen Dresdner SC: Das muss doch zu toppen sein. "Wir hoffen, dass uns unsere gelbe Wand wieder so toll unterstützt", freut sich SSC-Trainer Teun Buijs auf die Partie.

Und sein Kapitän Julia Retzlaff geht noch weiter: "Es wird für alle etwas ganz Besonderes. Für die Zuschauer genauso wie für uns Spielerinnen. Es ist das letzte Heimspiel der Saison", so die 24-jährige Außenangreiferin. Für die gebürtige Schwerinerin ist es zugleich der Abschied. Sie beendet bekanntlich ihre sportliche Karriere - mit dem Meistertitel und so auch mit dem Double wäre es sicher schöner.

"Ich sehe es als Vorteil, das wir das erste Spiel zu Hause haben. Aber es wird noch einmal schwerer als gegen Suhl und gegen Vilsbiburg. Dresden hat in der Vergangenheit souveräne Leistungen gezeigt, wie man aus der Ferne beobachten konnte", sagte Julia. Aber sie schickt gleich eine Kampfansage an den DSC hinterher. "Wenn man so weit gekommen ist, will man mehr."

Pokalsieger glänzt durch enorme Nervenstärke

Nicht zu unterschätzen ist der psychologische Vorteil. Der liegt auf Seiten des SSC. Als Pokalsieger ist das Saisonziel - Gewinn eines Titels - erreicht. Doch die Mannschaft von Teun Buijs ist heiß auf das Double. Das gelang den Mecklenburgerinnen zuletzt 2006. Ein weiterer Vorteil könnte die enorme Nervenstärke sein. Schwerin musste sowohl im Viertelfinale gegen Suhl als auch im Halbfinale gegen Vilsbiburg in den Golden Set. Die SSC-Damen haben gezeigt, "wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen, läuft es auf einmal", wie Zuspielerin Denise Hanke nach dem Suhl-Spiel (0:2 noch 3:2 und 17:15 GS) bemerkte. Libero Lisa Thomsen kündigte an: "Nach so einem Spiel kann nur der SSC deutscher Meister werden."

Das will aber der Gegner verhindern. Der kündigt jedes Jahr an, die Meisterschale nach Dresden zu holen. Zuletzt gelang den Sachsen das 2007. Es war nach der Wende der zweite Titel. Für Schwerin stehen da schon acht zu Buche. Doch auch der DSC zeigt sich in der Saison-Schlussphase nervenstark, ließ sich gegen Münster auch von Rückständen nicht aus dem Tritt bringen.

Riesiges Volleyball-Fest kann beginnen

Und in Elbflorenz denkt keiner mehr an das verlorene Vorjahres-Finale, als der SSC mit 3:2 und 3:0 gewonnen hatte. "Neue Saison, neues Glück. Wir sind stärker als damals, das zeigen unsere Play-off-Ergebnisse. Und wir haben in dieser Saison schon zweimal gegen Schwerin gewonnen. Wir freuen uns auf die Finalspiele", meinte DSC-Kapitän Stefanie Karg in den Dresdner Medien.

So wie der Final-Gegner das letzte Jahr abgehakt hat, hat der SSC die beiden Niederlagen (2:3 in Schwerin und 0:3 in Dresden) aus dieser Saison aus den Köpfen gestrichen. "Die sind schon lange her. Da hatten wir noch mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Wir haben seitdem riesige Fortschritte gemacht", so der SSC-Trainer, der sich mit seiner Mannschaft seit Montagnachmittag nur noch im taktischen Bereich auf den großen Showdown vorbereitet. Von den Protagonisten ist alles für ein riesiges Volleyball-Fest angerichtet…

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