Rallye-Pilot Armin Kremer aus Severin bei der Monte : "Das war schon recht abenteuerlich"

<fettakgl>WM-Wiedereinsteiger Armin Kremer </fettakgl>zeigte eine beeindruckende Leistung bei der Rallye Monte Carlo. <foto>WErner F. Schönberger</foto>
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WM-Wiedereinsteiger Armin Kremer zeigte eine beeindruckende Leistung bei der Rallye Monte Carlo. WErner F. Schönberger

Das waren vier Tage absolut "Monte" mit jedem Wetter: Sonne, Regen, Eis, viel Schnee und Matsch. WM-Wiedereinsteiger Armin Kremer hat dabei ein beeindruckendes Debüt zum Auftakt der Rallye WM-Saison 2013 gezeigt.

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20. Januar 2013, 10:46 Uhr

Monte Carlo/Schwerin | Das waren vier Tage absolut "Monte" mit jedem Wetter: Sonne, Regen, Eis, Schnee - viel Schnee und Matsch. WM-Wiederein steiger Armin Kremer (Severin) hat dabei ein beeindruckendes Debüt zum Auftakt der Rallye WM-Saison 2013 gezeigt. Übereinstimmende Meinung des 84 Teams umfassenden Starterfeldes: Es war die härteste Ausgabe der Rallye Monte Carlo in den vergangenen Jahren. Armin Kremer mit Co-Pilot Klaus Wicha (Bad Karlshafen) an seiner Seite im von Stohl-Racing (Wien) vorbereiteten Subaru Impreza STi führten die Production-Wertung ab der ersten Wertungsprüfung (WP) an.

Bei äußerst widrigen Bedingungen mit einem Wechsel aus Sonnenschein, dichtem Nebel, Schnee, Eisglätte und nassem Asphalt, war fast alles abhängig von der Reifenwahl und den Empfehlungen des "Eisspiones". Diese Aufgabe absolvierte für das Subaru-Team Kremer/Wicha der Österreicher Andreas Aigner, 2009 Produktionswagen-Weltmeister. Kremer: "Wir konnten uns auf ihn immer verlassen, bei den vorherrschenden Witterungsbedingungen und Unterschieden von WP zu WP. Am Start noch Asphalt, je höher wir dann kamen Nässe, Glatteis und geschlossene Schneedecke. Das war schon recht abenteuerlich und man ist dann auch immer der Gefahr ausgesetzt, von der Strecke abzukommen oder anzuecken".

Erste Prüfung, erste Bestzeit - für Kremer/Wicha begann die Rallye Monte Carlo wie erhofft. Kremer vor dem Saisonstart: "Unser Ziel ist der Kampf um den Titel Production-Cup." Den ersten Meilenstein dazu setzte Kremer auf der WP 1. Auf der mit 37,1 Kilometern längsten Wertungsprüfung der gesamten Rallye, "Le Moulinon - Antraigus", markierten Kremer/Wicha mit 29:43,2 Minuten die beste Gruppe-N-Zeit. Diesen Spitzenplatz ließ sich das Team auch an den folgenden Wertungstagen nicht mehr nehmen. Als ihr schärfster Konkurrent kristallisierte sich dann im Verlauf der Ukrainer Yuriy Protosov (Subaru Impreza STi, Team Simtech Racing Belgien) heraus. Kremer markierte acht WP-Bestzeiten Gr.N, Protosov sechs.

Vorzeitiges Ende der "Monte" aus Sicherheitsgründen

Die extremen Witterungsbedingungen, der massive Zuschauerandrang und die damit verbundenen Sicherheitsbedenken sorgten am Sonnabend zu später Stunde für ein vorzeitiges Ende der Rallye Monte Carlo. Die letzten beiden Wertungsprüfungen - unter anderem der finale Durchgang "Nacht der langen Messer" über den Col de Turini - mussten abgesagt werden. Starker Niederschlag und die daraus resultierende Unberechenbarkeit der WP-Verhältnisse sowie ein - eigentlich vorhersehbares - Verkehrschaos rund um die mythische WP sorgten für den Abbruch. Kremer: "Es wäre unverantwortlich gewesen, hier nochmals zu fahren. Matschschnee ließ keine Traktion zu, es war schon bei den ersten zwei Col-de-Turino-Querungen schlimmer als Aquaplaning."

Die 41. Rallye Monte Carlo gewann Serien-Weltmeister Sebastien Loeb/Daniel Elena (Citroen DS3 WRC) vor WM-Neueinsteigerteam Volkswagen mit dem Team Sebastien Ogier/Julien Ingrassia (VW Polo R WRC).

Während Kremer im schon betagten seriennahen Subaru Impreza STi auf einen hervorragenden Gesamtplatz elf landete, konnte der Sachse Sepp Wiegand (WRC 02, Skoda Deutschland, Fabia S2000) bei seinem Premierenstart Platz acht erreichen.

Kremer gewann die Production-Wertung mit 2:55,5 Minuten Vorsprung zum Ukrainer Yuriy Protosov. Armin Kremer gestern am Handy: "Aus den Händen von Fürst Albert II. übernahmen wir den Siegerpokal Production-Wertung. Es erfüllt mich mit Stolz, diese äußerst schwierige Rallye über den langen Zeitraum von vier Tagen so erfolgreich beendet zu haben. Die Monte war abwechslungsreich, spannend und äußerst anspruchsvoll für Fahrer und Co-Pilot. Aber auch Eisspion und unser Service halfen zum guten Ergebnis."

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