Hansas Stephan Gusche denkt nicht gern an Heidenheim zurück : "Das war doppelt und dreifach hart"

16. Oktober 2010, FC Hansa Rostock - 1. FC Heidenheim 2:1: Soeben hat sich der noch ahnungslose Stephan Gusche einen Kreuzbandriss zugezogen. Erst mehr als 15 Monate später  - beim 1:2 in Bochum in der 2. Bundesliga am 5. Februar 2012 - sollte er wieder in der Start-Elf des FC Hansa stehen. Georg Scharnweber
16. Oktober 2010, FC Hansa Rostock - 1. FC Heidenheim 2:1: Soeben hat sich der noch ahnungslose Stephan Gusche einen Kreuzbandriss zugezogen. Erst mehr als 15 Monate später - beim 1:2 in Bochum in der 2. Bundesliga am 5. Februar 2012 - sollte er wieder in der Start-Elf des FC Hansa stehen. Georg Scharnweber

Am Sonntag um 14 Uhr gastiert der FC Hansa in der 3. Fußball-Liga beim Tabellenführer 1. FC Heidenheim. Einem Gegner, an den einer bei den Rostockern besonders unangenehme Erinnerungen hat: Stephan Gusche.

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12. September 2012, 07:41 Uhr

Rostock | Am Sonntag um 14 Uhr gastiert der FC Hansa in der 3. Fußball-Liga beim Tabellenführer 1. FC Heidenheim. Einem Gegner, an den einer bei den Rostockern besonders unangenehme Erinnerungen hat: Stephan Gusche.

"Dass das jetzt gegen Heidenheim war, wusste ich nicht mehr", sagt der Innenverteidiger zwar. Doch was ihm seinerzeit, beim erstmaligen Aufeinandertreffen am 16. Oktober 2010 ebenfalls in der 3. Liga, widerfuhr, das hat er dafür um so lebhafter vor Augen: "Es war nach einem Einwurf. Ich musste nach links raus meinem Gegenspieler hinterher, habe den Ball weggespielt, mich dabei um die eigene Achse gedreht und bin mit dem Fuß im Rasen hängen geblieben. Ich verspürte einen kleinen, stechenden Schmerz. Ich habe es dann die knappe Viertelstunde bis zur Pause noch mal versucht, aber gemerkt, es geht nicht mehr. Der Unterschenkel war total instabil. Irgendwas konnte da nicht stimmen." Ein erstes Abchecken erbrachte, ein Kreuzbandriss könne ausgeschlossen werden. "Das hat mich beruhigt. Ich machte mir keine Gedanken - bis zur MRT-Untersuchung am darauffolgenden Montag. Da lautete die Diagnose auf einmal doch Kreuzbandriss. Das war doppelt und dreifach hart, weil ich damit nicht gerechnet hatte, ein Schock, dass mir ausgerechnet das Schlimmste passiert." Das nächste Mal in der Start-Elf stand Gusche im Februar 2012 (!). Nach abermaligen Knieproblemen Anfang der Saison ist der 22-Jährige jetzt wieder fit und drauf und dran, erneut Stammkraft zu werden. In den vergangenen vier Partien (einschließlich Landespokal) lief er immer von Beginn an auf - und hofft, dass es so bleibt: "Ich versuche, mein Bestes zu geben, unserem neuen Trainer Marc Fascher einen guten Eindruck von mir zu geben. Ich bereite mich jedenfalls vor, als würde ich spielen."

Stephan Gusche ist zuversichtlich, dass er nach Sonntag auch an angenehme Dinge denkt, wenn der Name "Heidenheim" fällt: "Laut Tabellensituation - die sind Erster, wir eher im Mittelfeld (14. - d. Red.) - haben wir nichts zu verlieren, können eigentlich befreit aufspielen. Oberste Priorität hat die Defensivarbeit, dass hinten die Null steht, und danach sehen wir, was nach vorn geht. Warum sollten wir nicht für eine Überraschung sorgen?!"

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