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Der Schweriner SC zieht ins Play-off-Halbfinale ein : Das war der absolute Wahnsinn

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Eine Nervenschlacht ohne Ende boten gestern die Volleyballerinnen des Schweriner SC ihren Anhängern. Die Damen gewinnen nach 0:2-Satzrückstand noch das Rückspiel und den Golden Set gegen den VfB Suhl.

svz.de von
erstellt am 28.Mär.2012 | 10:39 Uhr

Schwerin | Eine Nervenschlacht ohne Ende boten gestern die Volleyballerinnen des Schweriner SC ihren Anhängern. Nach den ersten beiden verlorenen Sätzen setzte wohl keiner mehr in der Arena auf den deutschen Pokalsieger. Doch er drehte gegen den VfB Suhl erst einmal das Normalspiel und gewann mit 3:2 (-23, -22, 26, 13, 9). Der Golden Set musste die Entscheidung über den Einzug ins Play-off-Halbfinale bringen. Und der war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Beide Teams schenkten sich zu Beginn nichts. Erst beim 6:4 war der SSC leicht im Vorteil udn erhöhte durch Außenangreiferin Anne Buijs auf 8:5. Doch der VfB Suhl wehrte sich: 9:9. Die Spannung stieg ins Unermessliche. Julia Retzlaff holte beim 15:15 den zweiten Matchball heraus, den Suhls Vendula Merkova zum 17:15 für den SSC ins Netz haute. Der Jubel kannte keine Grenzen...

In den ersten beiden Sätzen waren die SSC-Volleyballerinnen von allen guten Geistern verlassen. Es klappte fast nichts. Schlechte Annahme und Aufschläge, kaum Durchschlagskraft im Angriff. Und vom Block war auch nichts zusehen. So wechselte Teun Buijs schon frühzeitig die Norwegerin Hanne Haugen Aas aus und brachte im Mittelblock Anja Brandt. In der Folge brachte der SSC-Coach auch Julia Retzlaff auf Außen, holte Patricia Thormann auf Diagonal dafür raus und schickte auf die Position seine Tochter Anne. Schwerin lief immer einem Rückstand hinterher. Suhls Außenangreiferinnen Martina Utla und Vendula Merkova konnten schalten und walten wie sie wollten. Die Gäste waren voll auf der Höhe. Den SSC-Damen stand teilweise Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. So ging der erste Satz folgerichtig an den VfB. Auch im zweiten Durchgang wurde es nicht besser. Lähmendes Entsetzen machte sich unter den 1311 Zuschauern breit, beim 5:8 in Satz zwei machten die 23 mitgereisten Suhler Fans mehr Stimmung. Auch der zweite Satz war weg.

Doch Schwerin kämpfte - immer wieder von Hallensprecher Stefan Schubert angefeuert, machten auch die SSC-Anhänger wieder mehr Stimmung. Trotz Rückständen (6:8, 12:14) spielten die Schwerinerinnen weiter. Beim 17:16 war die erstmalige Führung da. Jetzt war es ein nervenaufreibendes Match. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Die Mannschaft um SSC-Kapitän Julia Retzlaff musste drei Matchbälle abwehren. Und beim 27:26 machte SSC-Zuspielerin den Satzgewinn perfekt. Die Hoffnung war wieder da. Der folgende Abschnitt geriet ganz schnell zur Geschichte. Suhl baute regelrecht ab, der deutsche Pokalsieger wurde in seinen Aktionen sicherer. Der Tiebreak musste die Entscheidung erst einmal in diesem "Normalspiel" bringen. Schwerin marschierte, die Halle stand Kopf. Wahnsinn. Und als Krönung oben drauf folgte der Golden Set.

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