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23. September 2017 | 20:16 Uhr

Das Duell der zwei "fleißigen Jungs"

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2010 | 07:24 Uhr

Neubrandenburg | Der "Hurrikan" ist topfit: Noch nie hat Sebastian Sylvester sich so intensiv auf einen Kampf vorbereitet. Allein 84 Sparringsrunden hat sein Trainer Karsten Röwer dem IBF-Mittelgewichts-Weltmeister in der Vorbereitung auf seine erste Pflichtverteidigung gegen den Russen Roman Karmazin "verordnet". Daher geht der Champion seinen Kampf morgen Abend im Neubrandenburger Jahnsportforum selbstbewusst an: "Ich werde den Gürtel behalten", versprach Sylvester gestern bei der offiziellen Pressekonferenz. "Roman Karmazin ist zwar mit der Führhand sehr variabel, doch ich bin guter Dinge, dass ich ihn schlagen kann", so der "Hurrikan", der auf keinen Fall verlieren darf - aus sportlichen wie auch privaten Gründen. Im Sommer wird er seine langjährige Lebensgefährtin Diana vor den Traualtar führen. "Ich will und ich werde als Weltmeister heiraten", prophezeite Sylvester: "Meine Hochzeit vermiest mir Karmazin nicht."

Sein älterer und größerer Kontrahent, der sich in der Heimat vorbereitet hat, ist nach den Worten von Promoter Steve Bash mit der Absicht nach Neubrandenburg gekommen, russische Box-Geschichte zu schreiben. Karmazin möchte als erster russischer Boxer Weltmeister in zwei Gewichtsklassen werden, nachdem er vor Jahren bereits den Titel im Halbmittelgewicht besaß.

Über den Champion weiß Karmazin Bescheid: "Ich habe Sebastian Sylvester genau studiert: Er ist fleißig, arbeitet im Ring unheimlich. Auch ich bin ein Typ, der sich viel bewegt. Das wird das Duell der zwei fleißigen Jungs." Nicht nur deshalb hat Trainer Karsten Röwer seinen Schützling auf eine harte Aufgabe eingestellt. "Karmazin ist brandgefährlich. Er hat eine sehr variable Führhand. Sebastian muss das umsetzen, was wir trainiert haben, dann wird er am Samstag den Ring als Sieger verlassen."

Auf dieser Woge der Begeisterung will sich der Champion zur Titelverteidigung tragen lassen. Der Kartenverkauf ist zumindest super angelaufen, aber es gibt in allen Kategorien noch Tickets. Event-Managerin Patricia Sattel ist dennoch optimistisch, dass morgen bis zum ersten Gong "Ausverkauft" am Jahnsportforum prangt.

Viel Spaß bei der gestrigen Pressekonferenz hatten die beiden Protagonisten des zweiten WM-Kampfes der morgigen Box-Gala: Der Amerikaner Steve "USS" Cunningham kämpft gegen Troy Ross aus Kanada um den vakanten IBF-Titel im Cruisergewicht. Cunningham war schon einmal Champion in dieser Klasse. Glaubt man den Worten seines Trainers Naazim Richardson, so steht nach dem Duell der beiden der "beste Cruisergewichtler der Welt fest".

"Das ist ein absoluter Knaller", so Juniorchef Kalle Sauerland, der den Amerikaner im Mai für das Sauerland-Team gewinnen konnte. "Was er zu leisten imstande ist, haben wir damals bei seinem Sieg gegen Marco Huck gesehen. Ich bin mir sicher, dass Cunningham Samstag wieder Weltmeister wird."

Der 33-Jährige ist optimistisch: "Ich freue mich, jetzt für das Sauerland-Team zu boxen. Zusammen haben wir große Pläne. Erst einmal hole ich mir am Samstag den Titel. Dann sehen wir weiter." Cunninghams Bilanz ist furchteinflößend. So hat er im Laufe der Zeit alle drei amtierenden Weltmeister im Cruisergewicht geschlagen - Huck (WBO), Guillermo Jones (WBA) und Krzysztof Wlodarczyk (WBC). "Ich weiß, was ich zu tun habe."

Auf die Fans warten zudem in den Rahmenkämpfen ab 18 Uhr junge Boxer wie Mittelgewichtler Thomas Troelenberg aus Groß Kiesow. Und solche wie Cruisergewichtler Yoan Pablo Hernandez aus Kuba, die bald selber um Titelehren kämpfen wollen.

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