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16. Dezember 2017 | 21:49 Uhr

Carnells WM-Traum ist geplatzt

vom

svz.de von
erstellt am 03.Mai.2010 | 07:24 Uhr

Rostock | Aus dem Internet musste der Südafrikaner Bradley Carnell die bittere Nachricht erfahren, dass er in diesem Sommer nicht die Fußball-WM im eigenen Land spielen darf. "Für ihn ist das sehr bitter. Es hätte ihm jetzt sicher noch einmal einen Schub geben können. Er hat aber auf seiner Position auch große Konkurrenz, denn dort spielt einer (Tsepo Masilela - d. Red.), der mit Maccabi Haifa in der Champions League vertreten war", erklärte Hansa-Trainer Marco Kostmann.

Rostocks Linksverteidiger nahm seine Nichtnominierung sehr gefasst auf. "Klar bin ich enttäuscht. Aber es ist jetzt nicht so, dass die Welt für mich zusammenbricht. Ich weiß, was die Verantwortlichen von mir halten. Nur konnte ich aufgrund von Verletzungen nicht dauerhaft mit Leistungen auf dem Platz überzeugen. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen und sich voll auf die Aufgabe hier in Rostock zu konzentrieren", so der 33-Jährige.

Eine Weltmeisterschaft an sich wäre für den Abwehrmann nichts Neues gewesen: "Ich habe 2002 in Japan und Korea gespielt. Das war mein Höhepunkt. Dort hatte ich mir meinen großen Traum erfüllt." Dennoch, eine WM im eigenen Land wäre noch einmal etwas ganz Besonderes: "Vor allem für meine Familie tut es mir leid, dass sie es nun nicht so erleben kann. Gerade für sie wäre es sehr schön gewesen, wenn ich als Spieler hätte teilnehmen können."

Ganz Profi, richtet der Kicker den Blick voraus, will sich neue Ziele setzen. Neben dem Kampf um den Klassen-

erhalt mit dem FC Hansa geht es für ihn auch um die persönliche Zukunft. 20 Partien muss er absolvieren, damit sich sein Vertrag verlängert. 17 hat er bislang auf seinem Konto. Müssen die Hansestädter in die Relegation, könnten die fehlenden drei Einsätze noch hinzukommen. "Ich fühle mich sehr wohl in Rostock, würde gerne hier weiterspielen. Auch der Familie gefällt es. Ich denke, dass ich eine gute Beziehung und ein ehrliches Verhältnis zum Verein habe. Jeder weiß, was ich leisten kann, wenn ich fit bin. Seit ein paar Wochen fühle ich mich richtig gut, habe sehr viel Energie, die ich für Hansa einsetzen kann", sagt der Linksfuß.

Davon, dass die Ostdeutschen auch in der kommenden Saison zweitklassig sind, ist Bradley Carnell überzeugt: "Gegen Cottbus fehlte nicht viel zu einer sehr guten Leistung. Wir standen sicher und haben wenig zugelassen. Einzig die Tore haben wir nicht gemacht." Er hält nichts davon, das Duell mit Energie überzubewerten und nach dem 0:0 sowie dem verpassten Sprung vom Abstiegs-Relegations- auf den rettenden 15. Platz in Panik zu verfallen: "Vielmehr ärgern mich die leichten Spiele, die wir unnötig aus der Hand gaben, wie in Karlsruhe oder gegen Frankfurt. Jetzt alles auf Cottbus zu schieben wäre zu einfach. Aber das Team ist nach Frankfurt enger zusammengewachsen. Wir sind seitdem richtig präsent auf dem Platz. Und das werden wir notfalls auch in der Relegation sein."

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