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Caffier zwingt Hansa zu mehr Einsatz gegen Gewaltfans

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erstellt am 01.Dez.2011 | 08:17 Uhr

Rostock/Schwerin | Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen haben gestern Landespolitik und der FC Hansa Rostock auf die fortgesetzte Randale von Fans reagiert. So wird die Südtribüne der DKB-Arena mit sofortiger Wirkung geschlossen, ab dem kommenden Kalenderjahr wird ein personifizierter Kartenvorverkauf für Auswärtsspiele angestrebt und außerdem sollen bei sicherheitsrelevanten Spielen Sprengstoffspürhunde eingesetzt werden, teilten gestern Verein und Innenministerium nach einem Treffen von Vorstand und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) mit. Diese Treffen sollen fortgesetzt werden. "Ich möchte darauf hinwirken, dass Staatsanwaltschaft und Justiz eine schnellere Abwicklung der Strafanträge und härtere Bestrafung sicherstellen", sagte Caffier. In Zusammenarbeit mit Hansa seien bisher auch gegen 63 Personen Strafverfahren eingeleitet und mit dem Abschießen von Leuchtraketen in den Gästefanblock ein Fall der gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz aufgeklärt worden.

Der Innenausschuss des Landtages kündigte für den kommenden Donnerstag ein Treffen mit dem Hansa-Vorstand, dem Fanbeauftragten und dem Landesfußballverband an. Das Gremium hatte sich schon gestern mit dem Thema befasst. Anschließend forderte der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wolfgang Waldmüller, die Fanpolitik zu überdenken. "Es scheint wenig erfolgreich zu sein, dass der hauptamtlich bestellte Fanbeauftragte zugleich Vorsitzender des Dachverbandes der Rostocker Ultras ist." Der Politiker schlug bauliche Veränderungen vor, um Kontrollen zu verbessern und der Polizei einen besseren Zugang zu verschaffen.

Hansa droht außerdem ein Spiel vor leeren Rängen. Ein Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses sieht ein Liga-Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor.

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