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18. Oktober 2017 | 17:09 Uhr

Blamage statt vorzeitiger Aufstieg

vom

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2011 | 04:13 Uhr

Nichts da mit dem Aufstieg bereits am 33. von 38 Spieltagen: Der FC Hansa verlor – treffender: er blamierte sich – mit 0:3 (0:1) beim 1. FC Saarbrücken und macht nun (hoffentlich) am Mittwoch gegen Sandhausen die sofortige Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga klar.

Trainer Vollmann („Das war unser schlechtestes Saisonspiel“) bot die Start-Elf der Partie in Heidenheim (2:1) auf. Im Unterschied zum 1:0-Heimsieg zuletzt gegen Dresden saß also Ziegenbein wieder auf der Bank: Er klagte über Kreislaufprobleme und kam letztlich nicht mal für eine Einwechslung in Betracht. Für ihn durfte erneut Pannewitz ran.

Die Gäste begannen selbstbewusst, glaubten womöglich sogar, über den Dingen zu stehen. Doch bereits mit dem ersten ernsthaften Angriff der Schwarz-Blauen versiegte Rostocks Spielfluss. Hahnels Rettungstaten gegen Lerandy und Sieger war es zu verdanken, dass nicht frühzeitig das 0:1 fiel (8.). Auch beim Schuss des frei durchgebrochenen Zimmermann war der Schlussmann auf dem Posten (17.).

Es änderte sich freilich nichts: Ein ums andere Mal taten sich bei den Gästen Riesenlöcher in der Mitte auf. So kam auch Schug in hervorragende Position, verzog aber um Zentimeter (24.). Schließlich traf Saarbrücken: Erneut viel zu viel Leerfläche vor dem Strafraum der Weißen, Fuchs profitiert davon, dass die (Abseits-) Fahne des Assistenten unten bleibt, geht mit dem Ball am Fuß am machtlosen Hahnel vorbei und schiebt ein (28.). Fast zeitgleich markiert auch Verfolger Offenbach im Duell mit Burghausen das 1:0 – der FCH ist für den Moment ganz weit weg vom vorzeitigen Aufstieg und bleibt es an diesem Tag auch.

Und zwar zu Recht, denn die Mannschaft fand kaum statt. Erst nach dem Rückstand wurde es wieder etwas besser. Doch selbst die beste Chance der Ostseestädter vor der Pause – ein Schuss von Lartey, den sich FCS-Keeper Marina fast selbst ins Netz gehauen hätte – war eigentlich nichts weiter als ein platzfehlerbegünstigtes Zufallsprodukt. Die Partie erinnerte an das 4:1 in Burghausen, wo Hansa ebenfalls zunächst wenig überzeugte und hinten lag, aber immerhin mit dem Halbzeitpfiff ausglich und später loslegte.

Das war am Sonnabend leider nicht der Fall. Die Saarländer besaßen auch nach dem Seitenwechsel sehr viel mehr und bessere Chancen als die Gäste. Hahnel verhinderte zweimal (gegen Zimmermann/61. und Schug/64.) einen höheren Rückstand, Fuchs vergab eine weitere Riesenmöglichkeit (knapp am Tor vorbei/75.), während Hansa – schlapp, uninspiriert, einfältig – seine so weit gereisten Fans vor den Kopf stieß und eine zutiefst drittklassige Leistung zeigte.

Dann endlich mal ein vernünftiger Angriff, Lartey will es jedoch besonders schön machen und zu Jänicke passen, statt selbst den Abschluss zu suchen (76.) Keine fünf Minuten später fällt die Entscheidung, wobei der bis dahin so überzeugende Hahnel schlecht aussieht (82.). Der dritte Treffer (87.) rundete die auch in der Höhe verdiente Niederlage nur ab.

Die Hoffnung auf eine Wende wie in Burghausen erfüllte sich nicht, statt dessen „kopierten“ die Ostseestädter die zweite Halbzeit vom 0:3 in Unterhaching, wo sie ähnlich unbefriedigend in Erscheinung getreten waren.

So groß die Enttäuschung bei den Gästen, so riesig die Freude beim FCS. Stadionsprecher Frank Falkenauer verglich das Ereignis gar mit dem 6:1 der Saarbrücker gegen Bayern München auf den Tag genau 34 Jahre vorher

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